Erste Hilfe bei Blauzungenkrankheit

Wirtschaftsnews2 Jahren ago2244 min

Tierverluste in Niedersachsen

In Niedersachsen sind bereits über tausend Tiere an der Blauzungenkrankheit gestorben. Tierhalter, deren Schafe, Ziegen oder Rinder betroffen sind, haben die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung von der Tierseuchenkasse Niedersachsen zu erhalten.

Finanzielle Beihilfen beantragen

Nach der Ankündigung von Härtefallbeihilfen im September wurde nun der erste Antrag bei der Tierseuchenkasse eingereicht. Laut der Geschäftsführerin Ursula Gerdes handelt es sich um 171 geimpfte Schafe, die verendet sind. Die Auszahlung der Beihilfe in Höhe von etwa 15.000 Euro soll in Kürze erfolgen.

Voraussetzungen für Hilfen

Die finanziellen Unterstützungen werden unter bestimmten Bedingungen gewährt. Eine Voraussetzung ist, dass die Tiere gegen die Blauzungenkrankheit geimpft waren. Die Tierseuchenkasse hat Pauschalen festgelegt: 90 Euro für Schafe, 60 Euro für Ziegen und maximal 1.000 Euro für Rinder, abhängig vom Alter der Tiere.

Übertragung der Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die bei Wiederkäuern auftritt und durch blutsaugende Mücken, auch Gnitzen genannt, übertragen wird. Erkrankte Tiere zeigen Symptome wie Appetitlosigkeit und Fieber, die Krankheit kann tödlich verlaufen. Für Menschen ist der Erreger jedoch ungefährlich.

Impfungen zur Eindämmung

Die Tierseuchenkasse äußert die Hoffnung auf eine Besserung der Situation. Geschäftsführerin Gerdes erklärte, dass mit sinkenden Temperaturen auch die Aktivität der Gnitzen abnimmt und somit die Anzahl der Erkrankungsfälle verringert werden sollte. Der Impfstoff sei wirksam, wenn er rechtzeitig eingesetzt wird. Leider seien viele Impfungen erst nach einer Infektion durchgeführt worden, was die Wirksamkeit beeinträchtigt habe.

Zukünftige Impfungen und Beihilfen

Für das kommende Frühjahr hofft die Tierseuchenkasse, dass viele Tierhalter ihre Tiere impfen lassen, um die Zahl der kranken und verstorbenen Tiere zu reduzieren. In den letzten Monaten wurden bereits rund 300.000 Euro für Impfungen von Schafen und Ziegen ausgezahlt. Von Anfang Juni bis jetzt sind etwa 1.800 Anträge für rund 127.000 Impfungen eingegangen. Gelder für etwa 101.000 Impfungen wurden bereits ausgezahlt, während bei den restlichen Anträgen noch Rückfragen bestehen. Rinderhalter können ab 2025 eine Impfbeihilfe beantragen.

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