Nicht schuldig
Mike Jeffries, der ehemalige CEO von Abercrombie & Fitch, hat am Freitag, den 27. Oktober, vor US-Prokuratoren nicht schuldig plädiert. Ihm wird vorgeworfen, männliche Models für seine Partys zu handeln. Jeffries hat eine Kaution in Höhe von 10 Millionen Dollar unterzeichnet und sein Haus in New York als Sicherheit angeboten. Während er auf seinen Prozess wartet, wird er unter Hausarrest mit elektronischer Überwachung stehen.
Gerichtsauftritt
Der 80-jährige Jeffries, der am Dienstag festgenommen wurde, erschien vor dem US-Bezirksgericht für den östlichen Distrikt von New York, wo er die Vorwürfe zurückwies. Bei seiner Anhörung war auch sein britischer Partner Matthew Smith anwesend, der ebenfalls wegen sexueller Vergehen angeklagt ist, sowie Jeffries‘ Sohn und seine Frau.
Ermittlungen und Vorwürfe
Die Ermittlungen gegen Jeffries begannen im Jahr 2023, nachdem die BBC Berichte veröffentlicht hatte, die besagten, dass Jeffries und sein Partner Männer bei Veranstaltungen in ihren New Yorker Residenzen und Hotels weltweit sexuell ausgebeutet und missbraucht haben. In einem investigativen Film mit dem Titel „The Abercrombie Guys: The Dark Side of Cool“ wurde eine „ausgeklügelte Operation“ aufgedeckt, die einen Mittelsmann und ein Netzwerk von Recruitern umfasste, die für diese Veranstaltungen Männer suchten.
Erfahrungen von Opfern
Mehrere Männer berichteten von ihren Erfahrungen, bei denen sie Geheimhaltungsvereinbarungen für von Jeffries angeblich organisierte Veranstaltungen unterzeichneten.
Gerichtliche Auflagen
Gerichtliche Quellen haben angegeben, dass Jeffries es untersagt ist, Kontakt zu seinen Mitangeklagten, Zeugen oder Opfern aufzunehmen. Die nächste Gerichtsverhandlung ist für den 12. Dezember vor Richterin Nusrat Choudhury angesetzt. Auch Jacobson, der Fixer von Jeffries und Smith, hat auf die gleichen Anklagen nicht schuldig plädiert und bleibt nach der Zahlung einer Kaution von 500.000 Dollar unter Hausarrest.
Vorwürfe von Zwang und Betrug
Während Smith noch nicht angeklagt wurde, ordnete ein Bundesrichter in West Palm Beach, Florida, am Dienstag seine Inhaftierung an, da Bedenken bestehen, er könnte aufgrund seines britischen Passes fliehen. Die Staatsanwaltschaft hat behauptet, dass Jeffries, Smith und Jacobson zwischen Dezember 2008 und März 2015 eine Mischung aus „Zwang, Betrug und Nötigung“ verwendet haben, um Männer in einem umfangreichen Prostitutionsbetrieb zu handeln.
Reaktion von Abercrombie & Fitch
Der Modegigant Abercrombie & Fitch hat sich über die Vorwürfe gegen Jeffries „entsetzt und angewidert“ gezeigt und betont, dass man eine „Null-Toleranz“-Politik verfolgt.

