Reifen sicher transportieren

Wirtschaftsnews1 Jahr ago1973 min

Gefahren durch ungesicherte Reifen

Wer seine Reifen nicht selbst wechselt, sondern zur Werkstatt bringt, sollte darauf achten, dass diese im Fahrzeug gut gesichert sind. Unzureichend gesicherte Reifen können bei einem Unfall, selbst bei einer Geschwindigkeit von nur 50 km/h, zu gefährlichen Geschossen werden.

Crash-Test des ADAC

Ein Test des ADAC mit einem Golf V-Modell hat gezeigt, dass ungesicherte Reifen bei einem Aufprall in die Vordersitze schlagen können. Dabei wurden Kopfstützen abgerissen und die Reifen flogen über den Kopf des Fahrers zur Frontscheibe. Die Kräfte, die bei einem Aufprall wirken, sind enorm; das Gewicht eines etwa 15 kg schweren Reifens kann sich auf bis zu 600 kg vervielfachen.

Richtige Sicherungsmethoden

Um die Gefahr zu minimieren, empfiehlt es sich, Zurrgurte oder ein spezielles Ladungssicherungsnetz zu verwenden. Ein Zurrgurt sollte durch die Naben der nebeneinander aufgestellten Reifen gefädelt und an den Ösen im Kofferraumboden befestigt werden. Ein Gepäcknetz bietet noch besseren Schutz, da es die Reifen vollständig umschließt und an vier Zurrösen verankert wird.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Die Rücksitzlehne kann bei beiden Sicherungsmethoden hochgeklappt bleiben, sollte jedoch zusätzlich stabilisiert werden, indem die Drei-Punkt-Gurte der hinteren Sitze über Kreuz in die gegenüberliegenden Gurtschlösser gesteckt werden. Dies bietet mehr Sicherheit bei plötzlichen Bremsungen oder Kollisionen. Es wird empfohlen, beim Transport von Reifen keine Passagiere auf der Rückbank mitzunehmen, da die Lehne sich bei einem Crash verformen kann.

Rechtliche Konsequenzen

Wer beim Transport von Reifen nicht die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen trifft, muss mit einem Bußgeld von bis zu 200 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

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