Steigerung der Investitionen im zweiten Quartal
Im zweiten Quartal des Jahres haben japanische Unternehmen ihre Investitionen erhöht, was auf eine moderate inländische Nachfrage hinweist. Laut dem Finanzministerium stiegen die Investitionen in Sachgüter ohne Software im Zeitraum von April bis Juni um 1,9 % im Vergleich zum Vorquartal.
Vergleich mit BIP-Daten
Diese Zahlen übertreffen die zuvor veröffentlichten BIP-Daten des Kabinetts, die einen Anstieg der Geschäftsausgaben um 0,9 % im Vergleich zum vorherigen Quartal zeigten. Die Ausgaben für Ausrüstungen, einschließlich Software, wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % und verzeichneten damit das 13. Quartal in Folge einen Anstieg, blieben jedoch hinter der Konsensschätzung von 10 % zurück.
Wirtschaftswachstum und Prognosen
Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt weiterhin einen moderaten Erholungsweg beschreitet. Die vorläufigen BIP-Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft im Zeitraum von April bis Juni wieder gewachsen ist, was vor allem auf eine Belebung der inländischen Nachfrage, insbesondere des privaten Konsums, zurückzuführen ist.
Bank von Japan und Zinserhöhungen
Ein weiteres Zeichen für die robuste interne Nachfrage unterstützt die Entscheidung der Bank von Japan, die Zinsen am 31. Juli zu erhöhen und die Anleihekäufe zu reduzieren. Gouverneur Kazuo Ueda erklärte in einer parlamentarischen Anhörung, dass dieser Schritt angemessen sei, da die Wirtschaftsdaten mit den Prognosen übereinstimmen.
Unternehmensgewinne und Vertrauen
Im neuesten Ausblicksbericht der Bank wurde festgestellt, dass die Unternehmensinvestitionen einen moderaten Aufwärtstrend zeigen, während die Unternehmensgewinne steigen und das Geschäftsklima positiv bleibt. Im Zeitraum von April bis Juni übertrafen 64 % der Topix-Unternehmen die Gewinnprognosen, während 33 % diese verfehlten, was eine Verbesserung gegenüber dem vorherigen Quartal darstellt.
Produktivitätssteigerung und Arbeitskräftemangel
Die anhaltende Nachfrage unter den Unternehmen spiegelt teilweise den Bedarf wider, die Produktivität aufgrund eines chronischen Arbeitskräftemangels zu steigern. Laut dem Tankan-Bericht der Bank von Japan im Juni sehen sich große Dienstleistungsunternehmen mit den schlimmsten Personalknappheiten seit 32 Jahren konfrontiert.