US-Drohungen gegen iranisches Öl

Wirtschaftsnews10 Monaten ago2284 min

Trump kündigt Sanktionen an

In Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, hat Präsident Donald Trump am Donnerstag Sanktionen gegen alle Käufer von iranischem Öl angedroht. Diese Warnung erfolgte nach der Verschiebung geplanter Gespräche über das schnell fortschreitende Atomprogramm Teherans.

Stop der Ölkäufe gefordert

Trump äußerte auf einer Social-Media-Plattform: „Alle Käufe von iranischem Öl oder petrochemischen Produkten müssen JETZT gestoppt werden!“ Er stellte klar, dass jedes Land oder jede Person, die Produkte aus Iran kauft, nicht in irgendeiner Form Geschäfte mit den Vereinigten Staaten tätigen kann.

Unklarheit über Umsetzung

Es bleibt unklar, wie Trump ein solches Verbot durchsetzen will, da er mit sekundären Sanktionen gegen Länder drohte, die iranisches Öl importieren. Diese Aussage könnte die Spannungen mit China, dem wichtigsten Kunden Irans, weiter verschärfen, insbesondere in Anbetracht der angespannten Beziehungen aufgrund der Zölle des US-Präsidenten.

Chinas Rolle im iranischen Ölmarkt

Laut Daten zur Tankerverfolgung kam die US-Energieinformationsbehörde in einem Bericht vom letzten Oktober zu dem Schluss, dass China im Jahr 2023 fast 90 % der iranischen Rohöl- und Kondensatexporte übernommen hat. Trump hat zudem Zölle von 145 % auf China verhängt, um die Bundeshaushalte zu erhöhen und den globalen Handel neu zu gestalten.

Verschiebung der Atomgespräche

Die Drohung von Trump erfolgte, nachdem Oman angekündigt hatte, dass die geplanten Atomverhandlungen für das kommende Wochenende verschoben wurden. Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi gab dies in einem Beitrag auf der Plattform X bekannt. Er erklärte: „Aus logistischen Gründen verschieben wir das für Samstag, den 3. Mai, vorläufig geplante Treffen zwischen den USA und Iran.“ Neue Termine würden bekannt gegeben, sobald sie einvernehmlich vereinbart sind.

Iran bleibt verhandlungsbereit

Irans Außenminister Abbas Araghchi führte ebenfalls „logistische und technische Gründe“ für die Verschiebung an. Er betonte, dass es von iranischer Seite keine Änderung in der Entschlossenheit gebe, eine verhandelte Lösung zu sichern. „Wir sind entschlossener denn je, ein gerechtes und ausgewogenes Abkommen zu erreichen: die Gewährleistung eines Endes der Sanktionen und das Schaffen von Vertrauen, dass Irans Atomprogramm für immer friedlich bleibt, während die Rechte Irans vollständig respektiert werden.“

US-Außenminister bekräftigt Position

US-Außenminister Marco Rubio, der neu in die Rolle des nationalen Sicherheitsberaters berufen wurde, wiederholte, dass Iran, wenn es Atomkraftwerke möchte, die Möglichkeit hat, diese zu importieren.

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