DCCV-Forschungsförderung für PROCTECT-Studie

Wirtschaftsnews1 Jahr ago2313 min

Förderung durch DCCV

Die DCCV, eine Selbsthilfevereinigung, hat ein Stipendium in Höhe von 50.000 Euro an den Viszeralchirurgen Munir Saifi vom Theresien-Krankenhaus St. Hedwig Klinik Mannheim vergeben. Diese Förderung unterstützt seine Forschungsarbeit zur Vermeidung von Komplikationen bei der Pouchanlage bei Patient*innen mit Colitis ulcerosa.

Über die PROCTECT-Studie

Die PROCTECT-Studie befasst sich mit der chirurgischen Behandlung von Colitis ulcerosa, bei der nach der Entfernung des Dickdarms eine Tasche (Pouch) aus dem Dünndarm gebildet wird, die als Stuhlreservoir dient. Diese Operation erfolgt in mehreren Schritten. Während des ersten und zweiten Schrittes kann es jedoch bei einigen Patient*innen zu einer erhöhten Entzündungsaktivität im Bereich des verbleibenden Dickdarms kommen, was als Rektumstumpfproktitis bekannt ist.

Ziel der Forschung

Munir Saifi untersucht in seiner Studie, wie diese Komplikation während der mehrstufigen Operation entstehen kann und wie sie vermieden werden kann. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, ob eine örtliche Behandlung der Entzündung vor der Pouchanlage zu einer Reduzierung von Komplikationen wie Pouchitis führen kann. Ziel der Studie ist es, systematisch Daten zu diesem Thema zu erheben.

Dank an die DCCV

Bei der Verleihung des Stipendiums äußerte Saifi seine Dankbarkeit gegenüber der DCCV und betonte die Bedeutung dieser Förderung für chirurgische Projekte.

Zukünftige Förderungen

Für das Jahr 2025 plant die DCCV die Ausschreibung des Hermann-Strauß-Forschungsstipendiums, das mit 25.000 Euro dotiert ist. Bewerbungen können bis zum 15. April 2025 eingereicht werden.

Was sind CED?

CED steht für chronisch entzündliche Darmerkrankungen, zu denen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören. Diese Erkrankungen äußern sich häufig in einer erhöhten Stuhlfrequenz, blutigen Durchfällen und starken Schmerzen, die die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen können. CED sind nicht heilbar und werden mittlerweile als Darmbarrierestörung und nicht als Autoimmunerkrankungen betrachtet.

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