Tarife und US-Kraftstoffpreise

Wirtschaftsnews9 Monaten ago1963 min

Erhöhung der Kraftstoffpreise

Analysten warnen, dass die von Donald Trump angekündigten Tarife auf kanadische Importe die Kraftstoffpreise in den USA um bis zu 10% erhöhen könnten. Diese Maßnahme könnte die jahrzehntelange Ölhandelsbeziehung mit dem wichtigsten Rohöl-Lieferanten der USA erheblich stören.

Tarife auf kanadisches Öl

Trump plant, ab dem 20. Januar 25% Tarife auf alle Importe aus Kanada und Mexiko zu erheben, bis diese Länder Maßnahmen gegen Drogenhandel und Migration ergreifen. Berichten zufolge sind kanadische Ölimporte von diesen Zöllen nicht ausgenommen.

Abhängigkeit von kanadischem Rohöl

Trotz eines Anstiegs der US-Ölproduktion, der das Land in den letzten Jahren zum größten Produzenten der Welt gemacht hat, stammen über 20% des von US-Raffinerien verarbeiteten Öls aus Kanada. Besonders im mittleren Westen der USA, wo 70% der über 4 Millionen Barrel pro Tag an kanadischem Rohöl verarbeitet werden, könnten die Verbraucher mit einem Anstieg der Pumpenpreise um 30 Cent pro Gallone oder mehr rechnen.

Folgen für Raffinerien

Die Umsetzung der Tarife würde Raffinerien wie Marathon Petroleum, BP und Phillips 66 zwingen, entweder höhere Preise für den Import von Öl zu zahlen oder alternative, weiter entfernte Lieferanten zu finden, was ebenfalls teurer wäre. In beiden Fällen ist es wahrscheinlich, dass ein Teil der zusätzlichen Kosten an die Verbraucher in Form höherer Benzinpreise weitergegeben wird.

Branchenreaktion

Die führenden Ölverbände der USA, darunter die American Fuel and Petrochemical Manufacturers und das American Petroleum Institute, haben die Einführung der Tarife als Fehler bezeichnet. Dies zeigt eine seltene Meinungsverschiedenheit zwischen der Branche und Trump. Sie warnen, dass solche Handelsmaßnahmen die Kosten für Importe erhöhen und die verfügbaren Ölvorräte verringern könnten.

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