Umstrittene Oper „Sancta“

Wirtschaftsnews2 Jahren ago2042 min

Premiere in Stuttgart

Bei der Premiere der Oper „Sancta“ in der Stuttgarter Staatsoper kam es zu mehreren medizinischen Notfällen. Das Werk der Performance-Künstlerin Florentina Holzinger, das Themen wie Sexualität, Gewalt und den Einsatz von echtem Blut behandelt, sorgte für unerwartete Reaktionen im Publikum.

Medizinische Vorfälle

Laut dem Sprecher der Staatsoper, Sebastian Ebling, mussten rund um die ersten beiden Aufführungen insgesamt 18 Personen betreut werden, die unter Übelkeit litten. In drei Fällen war es notwendig, einen Arzt hinzuzuziehen.

Inhalt und Themen

Florentina Holzinger ist bekannt für ihre provokanten Arbeiten, in denen sie weibliche Körper auf radikale Weise inszeniert und auch vor gewalttätigen Darstellungen nicht zurückschreckt. Ihr neuestes Werk „Sancta“ richtet sich an ein Publikum ab 18 Jahren und enthält zahlreiche Warnhinweise. Die Staatsoper weist darauf hin, dass explizite sexuelle Handlungen sowie Darstellungen von sexueller Gewalt, der Einsatz von echtem Blut und Piercingvorgänge Teil der Aufführung sind.

Feministische Performance

Die Handlung dreht sich um eine Nonne, die ihre Sexualität und Begierden entdeckt. Holzinger verwandelt dies in eine fast dreistündige, feministische Performance, die zahlreiche gesellschaftliche Grenzen überschreitet.

Weitere Aufführungen

Bis zum 3. November 2024 sind an der Stuttgarter Staatsoper noch fünf weitere Aufführungen von „Sancta“ geplant. Sebastian Ebling empfiehlt interessierten Besuchern, sich vor dem Besuch der Aufführung die Triggerhinweise genau durchzulesen, um sich auf die Inhalte vorzubereiten.

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