Schutz für Apothekenteams verbessern

Wirtschaftsnews6 Monaten ago1943 min

Bedrohungen im Apothekenalltag

Mitarbeitende in Apotheken sehen sich zunehmend Bedrohungen ausgesetzt, insbesondere während des Apotheken-Notdienstes, wo sie auch telefonisch belästigt werden. Diese Problematik hat das Bundesjustizministerium dazu veranlasst, einen Gesetzentwurf zu erarbeiten, der den Schutz für Personen, die im öffentlichen Interesse arbeiten, verbessern soll.

Ernsthafte Auswirkungen von Gewalt

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, äußerte sich zu den wiederholten Meldungen über Übergriffe auf Apotheker. Solche Gewalttaten führen nicht nur zu psychischem Leid für die Betroffenen, sondern können auch die Funktionsfähigkeit des gesamten Gemeinwesens gefährden. Der Gesetzgeber hat die Problematik erkannt und plant, den Schutz für alle im Gemeinwohl tätigen Personen zu erweitern.

Belästigungen im Notdienst

Hoffmann betont, dass Apothekerinnen und Apotheker im Notdienst häufig sexuellen oder politisch motivierten Belästigungen ausgesetzt sind, auch durch Anrufe. Bereits beim Deutschen Apothekertag im Herbst 2022 wurde ein Antrag zur Verbesserung des Schutzes von Apothekern vor belästigenden Anrufen im Notdienst angenommen.

Lücken in der Strafverfolgung

Bisher konnten viele registrierte Fälle aufgrund bestehender Lücken in der Strafverfolgung nicht geahndet werden. Hoffmann weist darauf hin, dass Apothekerinnen und Apotheker aufgrund ihrer Verpflichtung, im Notdienst telefonisch erreichbar zu sein, den Belästigungen nicht entkommen können. Diese Situation wird von den Tätern ausgenutzt.

Änderungen im Strafgesetzbuch

Kürzlich hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände eine Stellungnahme zur Änderung des Strafgesetzbuchs veröffentlicht. Diese soll die Behinderung der beruflichen Tätigkeit von Apothekerinnen, Apothekern und Apothekenpersonal durch Gewalt unter Strafe stellen.

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