Debatte im Koalitionsausschuss
Am 10. Dezember 2025 fand eine wichtige Diskussion über das Heizungsgesetz im Koalitionsausschuss statt. Verena Graichen, Geschäftsführerin für Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), äußerte sich zu den möglichen Änderungen der 65-Prozent-Regel für neue Heizungen. Ihrer Meinung nach würde eine Abschaffung dieser Regel negative Auswirkungen auf das Klima, das Handwerk und die Verbraucher haben.
Rolle des Gebäudeenergiegesetzes
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutz im Gebäudesektor. Es legt fest, wie Gebäude energetisch gebaut, saniert und betrieben werden müssen, um Energie zu sparen und Treibhausgase zu reduzieren. Insbesondere die Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude sowie die Regelungen zum Heizungstausch sind von großer Bedeutung.
Änderungen und Unsicherheiten
Mit der Ankündigung von CDU-Ministerin Katherina Reiche, das Heizungsgesetz abzuschaffen, entsteht Verunsicherung bei Verbrauchern, Kommunen und der Heizungsbranche. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass das neue GEG „technologieoffener, flexibler und einfacher“ gestaltet werden soll, jedoch sind die genauen Details bislang unklar.
Konsens unter den Akteuren
Trotz unterschiedlicher Ansichten über die Änderungen sind sich viele Akteure einig, dass die Wärmewende kontinuierlich und planbar gestaltet werden muss. Mehrere Rechtsgutachten weisen darauf hin, dass eine einfache Abschaffung der bestehenden Regeln nicht rechtens wäre.
Folgen der Nichteinhaltung
Ein Versäumnis der Klimaziele könnte erhebliche finanzielle Folgen haben, da Deutschland teure Ausgleichszertifikate von anderen EU-Ländern erwerben müsste, die ihre Klimaziele einhalten. Dies würde zusätzliche Kosten verursachen und die Umsetzung effektiver Klimaschutzmaßnahmen gefährden.

