Auszeichnung für ARTE-Reportage
Die Reportage „ARTE Re: Zwei Mohnbauern gegen einen Käfer“ des MDR wurde mit dem Deutsch-tschechischen Journalistenpreis in der Kategorie Multimedia ausgezeichnet. Die Ehrung fand am 21. November in Prag statt und wurde von den Autorinnen Babette Hnup und Kristina Klasen entgegengenommen.
Hintergrund der Reportage
Tschechien zählt zu den größten Produzenten von Speisemohn weltweit. Der Klimawandel stellt jedoch eine Herausforderung für die dortigen Landwirte dar. In der preisgekrönten Dokumentation werden zwei Mohnbauern begleitet, die unterschiedliche Strategien verfolgen, um ihre Ernten zu sichern.
Bewertung durch die Jury
Jurymitglied Peter Lange, ehemaliger ARD-Hörfunkkorrespondent in Prag, lobte die Reportage als „ausgezeichnete Langzeitstudie“. Er hob die ruhige Erzählweise hervor, die den Protagonisten Raum gibt, ihre Geschichten zu erzählen, und die kluge Struktur, die verschiedene Aspekte des Themas schrittweise einführt. Die Reportage bietet einen wertvollen Einblick in eine ländliche Welt, die oft von urbanen Eliten übersehen wird.
Entstehung der Reportage
Die Reportage entstand in der MDR-Redaktion „Osteuropa und Dokumentationen“. Redaktionsleiterin Silke Heinz betonte die Bedeutung, den Blick auf die Nachbarländer zu richten und dem ARTE-Publikum neue Perspektiven zu eröffnen. Die Mohnbauern in Tschechien bieten Einblicke in einen Landwirtschaftszweig, der auch in Deutschland wieder an Bedeutung gewinnt.
Über den Deutsch-tschechischen Journalistenpreis
Der Deutsch-tschechische Journalistenpreis wird seit 2016 verliehen und ehrt Medienschaffende aus Deutschland und Tschechien, die differenziert und klischeefrei über das Nachbarland berichten. Ausgezeichnet werden Beiträge in den Kategorien Text, Audio und Multimedia. Zusätzlich gibt es den Sonderpreis „Milena Jesenská“, der Beiträge würdigt, die sich mit Zivilcourage, Verständigung und Toleranz befassen. Die Preise werden vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit den Journalistenverbänden der beiden Länder vergeben.

