Trump bleibt fern
Die Abwesenheit von Donald Trump beim G20-Gipfel überrascht nicht. Der US-Präsident hat wiederholt seine Missachtung gegenüber der internationalen Ordnung zum Ausdruck gebracht. Seine unbegründeten Anschuldigungen über eine angebliche „Verfolgung“ weißer Farmer in Südafrika, einem Land, das stark von strukturellem Rassismus geprägt ist, sind schwer nachvollziehbar. Diese Aussagen scheinen eher als Vorwand zu dienen, um unangenehmen Diskussionen auf dem Gipfel zu entkommen und die multilaterale Ordnung weiter zu untergraben.
Vertreter anderer Länder
Auch die Staatsoberhäupter Wladimir Putin und Xi Jinping werden nicht persönlich an der Konferenz teilnehmen. Im Gegensatz zu Trump haben sie jedoch Vertreter entsandt, die nach Johannesburg reisen. Dies zeigt zumindest ein gewisses Maß an Respekt gegenüber dem Gipfel und den dort diskutierten Themen.
Chancen für die verbleibenden Regierungschefs
Für Friedrich Merz und die anderen anwesenden Regierungschefs bietet sich nun die Gelegenheit, zu demonstrieren, dass die Weltpolitik nicht ausschließlich von den großen Mächten Washington, Peking und Moskau bestimmt wird. Es besteht die Möglichkeit, dass auch kleinere Staaten durch Zusammenarbeit Einfluss ausüben können.
Einigkeit und Kompromisse notwendig
Um echte Fortschritte zu erzielen, ist es entscheidend, dass die Teilnehmer des Gipfels Einigkeit zeigen und bereit sind, Kompromisse einzugehen. Andernfalls könnte der Gipfel in der Bedeutungslosigkeit enden.

