Prognose für fossile CO2-Emissionen
Laut dem aktuellen Bericht des Global Carbon Project wird erwartet, dass die globalen fossilen CO2-Emissionen im Jahr 2025 ein neues Rekordhoch von 38,1 Milliarden Tonnen erreichen. Dies stellt einen Anstieg von 1,1% im Vergleich zu den Werten von 2024 dar. Wenn die Emissionen auf diesem Niveau bleiben, könnte das verbleibende Kohlenstoffbudget zur Einhaltung der 1,5°C-Grenze bereits in vier Jahren aufgebraucht sein.
Entwicklung der Emissionen
In der letzten Dekade (2015-2024) stiegen die weltweiten CO2-Emissionen langsamer an, mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 0,3% pro Jahr, im Vergleich zu 1,9% in der vorherigen Dekade. Trotz dieser Verlangsamung sind die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen nicht ausreichend, um die globalen Emissionen langfristig auf Netto-Null zu reduzieren.
Fortschritte in der Dekarbonisierung
Positiv zu vermerken ist die Verlangsamung des Anstiegs der fossilen CO2-Emissionen in Ländern wie China und Indien, was teilweise auf den Ausbau erneuerbarer Energien zurückzuführen ist. In den letzten zehn Jahren konnten 35 Länder, darunter die USA und EU-Staaten, ihren CO2-Ausstoß reduzieren, während ihre Volkswirtschaften wuchsen. Dies ist eine Verdopplung im Vergleich zu den vorherigen zehn Jahren.
Kohlenstoff-Budget und globale Erwärmung
Das verbleibende Kohlenstoffbudget, um die Erderwärmung mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit auf 1,5°C zu begrenzen, ist nahezu erschöpft. Bei anhaltendem Emissionsniveau für 2025 verbleiben nur noch vier Jahre, um dieses Ziel zu erreichen. Für eine Begrenzung auf 1,7°C oder 2°C würde das Budget noch für 12 beziehungsweise 25 Jahre ausreichen.
Emissionen aus fossilen Brennstoffen
Die Projektionen des Global Carbon Project zeigen, dass die Emissionen aus fossilen Brennstoffen – Kohle, Öl und Gas – im Jahr 2025 ansteigen werden. Während die Emissionen aus Kohle in Europa zurückgehen, steigen die Emissionen aus Öl und Gas an.

