Aktuelle Entwicklung der Energiepreise
Im dritten Quartal 2025 verzeichnete der Energiepreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. einen Rückgang um 1,2 Prozent auf 110,1 Punkte im Vergleich zum vorherigen Quartal. Trotz dieses leichten Rückgangs sind die Preise für die bayerische Wirtschaft nach wie vor auf einem hohen Niveau.
Preisvergleich mit Vorjahren
Im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, liegen die Energiepreise immer noch um fast ein Drittel höher. Der Teilindex für Primärenergie fiel im dritten Quartal 2025 um 3,2 Prozent auf durchschnittlich 100,4 Punkte.
Preisentwicklung nach Energiearten
Die Einfuhrpreise für Erdgas sanken um 7,9 Prozent, Steinkohle um 3,0 Prozent und Erdöl um 1,4 Prozent. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für in Deutschland erzeugte Braunkohle um 8,0 Prozent. Der Teilindex für Sekundärenergie hingegen erhöhte sich leicht um 0,5 Prozent auf durchschnittlich 119,7 Punkte.
Besorgniserregende Strompreise
Der Strompreisindex liegt mit durchschnittlich 112,0 Punkten weiterhin um 34,6 Prozent über dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Diese Entwicklung wird als besorgniserregend angesehen, da sie die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts gefährden könnte.
Politische Maßnahmen gefordert
Um die Deindustrialisierung des Wirtschaftsstandorts zu stoppen, wird von der vbw gefordert, dass die Politik dringend Maßnahmen ergreift. Dazu gehört die Einführung eines Industriestrompreises für die energieintensive Industrie sowie eine dauerhafte Senkung der Stromsteuer für alle Branchen. Zudem sollte der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze beschleunigt und besser koordiniert werden.
Zusammenfassung
Insgesamt zeigt sich, dass die Energiepreise zwar leicht gesunken sind, jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau verbleiben. Die bayerische Wirtschaft benötigt dringend wettbewerbsfähige Strompreise, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern.

