Ein neues Leben nach Prostatakrebs

Wirtschaftsnews2 Monaten ago633 min

Weniger Vorsorgeuntersuchungen bei Männern

Männer nehmen seltener an Vorsorgeuntersuchungen teil als Frauen. Dies gilt auch für Joachim P., der über viele Jahre hinweg die urologische Untersuchung vermied. Doch als die Diagnose fortgeschrittener Prostatakrebs gestellt wurde, änderte sich sein Leben grundlegend.

Ein Wendepunkt durch Schmerzen

Der 76-jährige Joachim P. suchte nach fast einem Jahrzehnt ohne Vorsorgeuntersuchung schließlich aufgrund unerträglicher Rückenschmerzen einen Orthopäden auf. Nach weiteren Arztbesuchen erhielt er die niederschmetternde Diagnose: fortgeschrittener Prostatakrebs mit Metastasen in verschiedenen Körperregionen. Sein PSA-Wert betrug zu diesem Zeitpunkt alarmierende 9.973 ng/ml, was für ihn ein unvergesslicher Moment war. „Ich bin dann nach Hause und daheim bin ich zusammengebrochen“, erinnert er sich.

Was ist der PSA-Wert?

Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das Hinweise auf Prostatakrebs geben kann. Der PSA-Wert wird in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) im Blut gemessen. Bei Männern im Alter von 60 bis 69 Jahren liegt der Normwert beispielsweise bei unter 4,0 ng/ml. Ein erhöhter Wert kann verschiedene Ursachen haben und muss nicht zwingend auf Prostatakrebs hinweisen. Ein enger Austausch mit dem behandelnden Arzt ist hierbei entscheidend.

Aktive Bekämpfung der Krankheit

Nach dem ersten Schock fand Joachim P. schnell neuen Mut und entschied sich, aktiv gegen den Krebs vorzugehen. Zusammen mit seinem Arzt startete er eine umfassende Therapie, die aus Tabletten, halbjährlichen Hormonbehandlungen und Knochenaufbauspritzen bestand. Diese Maßnahmen zeigten schnell Erfolge: Seit fast zwei Jahren liegt sein PSA-Wert bei 0,01 ng/ml, also unterhalb der Nachweisgrenze.

Ein erfülltes Leben nach der Diagnose

Heute lebt Joachim P. wieder selbstbestimmt, genießt Zeit mit seiner Familie und bereist die Welt. Kürzlich war er mit seiner Schwester in Thailand, um ihren Bruder zu besuchen. Eine weitere Reise nach Indien steht bereits auf dem Plan. „Ich merke den Krebs nicht. Ich gehe positiv durchs Leben. Wir haben nur eins – und das will ich genießen“, sagt er.

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