Die Weißen Busse 1945
Im Jahr 2025 wird ein Film von Tilmann Bünz über die Befreiung von KZ-Gefangenen durch die sogenannten „Weißen Busse“ ausgestrahlt. Diese Busse, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurden, fuhren von Malmö aus durch das verwüstete Deutschland und hatten die Aufgabe, skandinavische Gefangene aus deutschen Lagern zu befreien.
Die Rettungsaktion
Die Aktion wurde von Graf Bernadotte, einem Neffen des schwedischen Königs und einem hohen Funktionär des Roten Kreuzes, initiiert. Auf deutscher Seite war Heinrich Himmler, der Chef der Gestapo und der SS, sein Verhandlungspartner. Am 17. April 1945 erreichte eine Kolonne dieser weißen Busse das Konzentrationslager Theresienstadt, wo sie alle 450 dänischen Juden befreite.
Die Geschichte von Ruth
Unter den befreiten Gefangenen befand sich ein junges Mädchen namens Ruth Toronczyk. Ihre 18 Monate im Lager hinterließen bleibende Eindrücke: die beschwerliche Reise im Güterwagen durch Europa, der Verlust ihrer Haare und der ständige Hunger. 80 Jahre später folgt Ruths Tochter Marianne den Spuren ihrer Mutter und reist von Stockholm über Padborg bis nach Theresienstadt, um die dramatische Familiengeschichte zu erkunden.
Ein bedeutender Film
Der Film nutzt sowohl Originalaufnahmen als auch Elemente aus Graphic Novels, um an eine der größten Rettungsaktionen des Zweiten Weltkriegs zu erinnern, die heute oft in Vergessenheit geraten ist. Insgesamt wurden durch die Weißen Busse zwischen 15.000 und 20.000 KZ-Gefangene befreit.
Sendetermine
Der Film wird am 20. April 2025 zu verschiedenen Zeiten ausgestrahlt und ist ab dem 16. April in den Mediatheken von ARD und ZDF verfügbar.

