Einführung in die Kritik
Der Ökonom Heinz-J. Bontrup hat sich in einem Interview mit der Zeitung „nd.DerTag“ zur geplanten Finanzierung eines großen Infrastrukturprogramms durch ein Sondervermögen geäußert.
Kritik an der Schuldenbremse
Bontrup bezeichnete die bestehende Schuldenbremse als problematisch und plädierte dafür, diese nicht nur zu modifizieren, sondern vollständig abzuschaffen. Er argumentierte, dass die Schuldenbremse in der Vergangenheit erheblichen Schaden angerichtet habe und zu einer gespaltenen Gesellschaft in Deutschland beigetragen habe.
Finanzierungsbedarf für Infrastruktur
Der Ökonom äußerte Bedenken hinsichtlich der vorgesehenen 500 Milliarden Euro, die über einen Zeitraum von zehn Jahren bereitgestellt werden sollen. Seiner Meinung nach sei dieser Betrag viel zu niedrig, da er lediglich etwa 50 Milliarden Euro pro Jahr für wichtige Bereiche wie Energie, Klimaschutz, Gesundheit, Rente, Pflege, Bildung und sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stelle.
Alternative Finanzierungsmöglichkeiten
Bontrup sprach sich für eine Erhöhung der Neuverschuldung sowie für eine Finanzierung der Infrastrukturmaßnahmen durch Steuereinnahmen aus. Eine mögliche Maßnahme, die er ins Spiel brachte, ist die Wiedereinführung der Vermögensteuer, um die benötigten Mittel zu generieren.

