Fünf Geiseln befreit
Hamas hat im Rahmen eines fragilen Waffenstillstands fünf von sechs israelischen Geiseln freigelassen. Zunächst wurden zwei Geiseln, Tal Shoham (40) und Avera Mengistu (38), befreit. Später folgten drei weitere Männer in ihren Zwanzigern: Omer Wenkert, Omer Shem Tov und Eliya Cohen. Diese drei wurden während des Nova Musikfestivals entführt, als Hamas-Kämpfer am 7. Oktober 2023 in den Süden Gazas eindrangen.
Übergabe an das Rote Kreuz
Die befreiten Geiseln wurden dem Roten Kreuz übergeben, um sie zu den israelischen Streitkräften zu transportieren. Shoham und Mengistu wurden zuvor in Rafah, im südlichen Gaza, freigelassen. Eine sechste Geisel, Hesham al-Sayed (36), soll ebenfalls am Samstag freikommen, im Austausch gegen Hunderte palästinensische Gefangene.
Hintergrund der Entführungen
Al-Sayed und Mengistu befinden sich seit etwa einem Jahrzehnt in der Gewalt von Hamas. Shoham wurde zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern aus dem Kibbutz Be’eri entführt; seine Familie wurde während eines kurzen Waffenstillstands im November 2023 freigelassen. Diese sechs Geiseln sind die letzten lebenden aus einer Gruppe von 33, die im ersten Teil des Waffenstillstands, der am 19. Januar in Kraft trat, befreit werden sollten.
Weitere Geiseln in Gaza
Ungefähr 60 weitere Gefangene, von denen weniger als die Hälfte als lebendig gelten, bleiben in Gaza in Haft.
Öffentliche Reaktion auf die Freilassung
Die drei befreiten Männer wurden von maskierten, bewaffneten Hamas-Kämpfern auf einer Bühne im zentralen Ort Nuseirat präsentiert. Sie trugen gefälschte Militäruniformen, obwohl sie keine Soldaten waren, als sie entführt wurden. Wenkert und Shem Tov lächelten und winkten der Menge zu. Die Familie und Freunde von Cohen in Israel jubelten und riefen seinen Namen, als sie ihn zum ersten Mal sahen. Shem Tovs Großmutter äußerte ihre Freude mit einem Freudenschrei.
Fragiler Waffenstillstand
Die Freilassung dieser Geiseln erfolgte nach der Bestätigung Israels, dass eine Stunden zuvor übergebene Leiche die von Geisel Shiri Bibas war. Der fragile Waffenstillstand zwischen Israel und den Hamas-Militanten war durch die Fehlinformation über die Identität der Leiche gefährdet worden.

