Proteste in Bangladesch

Wirtschaftsnews10 Monaten ago1224 min

Vandalismus gegen Hasina

In Dhaka kam es am Donnerstag zu massiven Protesten, bei denen Hunderte von Demonstranten Gebäude, die mit der ehemaligen Premierministerin Sheikh Hasina in Verbindung stehen, beschädigten. Hasina, die seit ihrer Flucht aus Bangladesch am 5. August 2024 in Indien lebt, verurteilte die Angriffe und betonte, dass die Geschichte nicht ausgelöscht werden könne.

Virtuelle Ansprache von Sheikh Hasina

In einer virtuellen Audioansprache, die auf der Facebook-Seite ihrer Partei Awami League veröffentlicht wurde, äußerte die 77-Jährige ihre Bedenken über die Motive hinter den Zerstörungen. Sie stellte die Frage: „Warum fürchten sie ein Haus? Wir leben für die Erinnerungen an Dhanmondi… Letztes Mal haben sie dieses Haus in Brand gesetzt, jetzt zerstören sie es. Habe ich nichts für dieses Land getan? Warum also dieser Mangel an Respekt?“

Emotionale Reaktion

Laut Berichten von NDTV klang Hasina in ihrer Ansprache emotional und sagte: „Die einzige Erinnerung, an der meine Schwester und ich festgehalten haben, wird ausgelöscht… Ich möchte meine Leute fragen, wer dahintersteckt. Ich will Gerechtigkeit… Ein Gebäude kann ausgelöscht werden, aber die Geschichte kann nicht gelöscht werden.“ Zudem warnte sie ihre Gegner, dass die Geschichte sich rächen werde.

Zerstörung historischer Stätten

Die Protestierenden, die mit Hämmern und Eisenstangen bewaffnet waren, beschädigten Teile des historischen Wohnsitzes von Sheikh Mujibur Rahman, dem Gründer Bangladeschs. Dieses Gebäude, das als Museum dient, war bereits im vergangenen Jahr während eines von Studenten geführten Aufstands, der Hasinas 15-jährige Herrschaft beendete, in Brand gesetzt worden.

Weitere Ausschreitungen

Am Donnerstagmorgen wurden Bagger eingesetzt, um die verbleibenden, durch Feuer beschädigten Wände abzureißen. Die Demonstranten verwüsteten auch andere Immobilien, die mit Hasina in Verbindung stehen, darunter das Wohnhaus ihres verstorbenen Ehemanns in Dhaka. In Khulna setzten die Demonstranten Bagger ein, um ein Gebäude, das ihrer Familie gehört, abzureißen.

Hintergründe der Proteste

Die Proteste brachen aus, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass Hasina, die sich einem Haftbefehl widersetzt, um sich in Dhaka wegen Massakern zu verantworten, eine Facebook-Übertragung plant. Sie rief ihre Landsleute dazu auf, sich gegen das derzeitige Regime unter der Führung des Nobelpreisträgers Muhammad Yunus zu organisieren und erklärte: „Sie haben noch nicht die Kraft, die Nationalflagge, die Verfassung und die Unabhängigkeit, die wir zu einem hohen Preis erkämpft haben, mit einem Bagger zu zerstören.“

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