Blockade durch den Premierminister
Am Mittwoch hat der britische Premierminister Keir Starmer einen weiteren Versuch der Konservativen Partei blockiert, eine nationale Untersuchung in Bezug auf den angeblichen Skandal der „Grooming-Gangs“ einzuleiten. Diese Ablehnung wurde von einer hitzigen Sitzung der Prime Minister’s Questions im House of Commons begleitet.
Kontroversen im Parlament
Während der Fragestunde bezeichnete der Reform-Abgeordnete Rupert Lowe „Massenvergewaltigung“ durch „Gangs pakistanischer Vergewaltiger“ als „verrottenden Fleck“ auf der Nation. Diese Bemerkung stieß auf scharfe Kritik von Labour-Abgeordneten. Einige Führer der Konservativen äußerten Bedenken, dass das Nichtunterstützen einer Untersuchung Fragen zu einem möglichen „Vertuschen“ aufwerfen könnte.
Politische Reaktionen
Die Theorie über sexuellen Missbrauch von Kindern durch „pakistanische Grooming-Gangs“ hat in Großbritannien eine politische Kontroverse ausgelöst, insbesondere nachdem der Milliardär Elon Musk in einem sozialen Medienbeitrag darauf einging.
Ergebnisse der Abstimmung
Die Labour-Partei von Keir Starmer, die im House of Commons eine große Mehrheit hat, wies einen Vorschlag der Konservativen zur Einsetzung einer nationalen Untersuchung mit 364 zu 111 Stimmen zurück. Der Vorschlag forderte eine neue nationale Untersuchung zu Grooming-Gangs und wurde von 101 Konservativen sowie anderen Parteien unterstützt, jedoch von keinem Labour-Abgeordneten.
Kritik an den Konservativen
Premierminister Starmer kritisierte die Konservativen für „Lügen und Fehlinformationen“ und betonte, dass diese Versuche den Opfern von Kindesmissbrauch nicht helfen würden.
Gründe für die Ablehnung der Untersuchung
Während der Fragestunde erklärte Starmer, dass eine Untersuchung in dieser Angelegenheit weitere Verzögerungen bei der Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern zur Folge hätte. Er wies darauf hin, dass die Empfehlungen aus einer siebenjährigen Untersuchung, die 2022 veröffentlicht wurde, noch nicht umgesetzt worden seien. „Heute Morgen habe ich einige der Opfer und Überlebenden dieses Skandals getroffen, und sie waren sich einig, dass sie jetzt Maßnahmen wollen, nicht die Verzögerung durch eine weitere Untersuchung“, zitierte die PA Media den Premierminister im House of Commons.
Vorwürfe gegen Labour
Starmers Äußerungen führten zu scharfen Reaktionen der Konservativen, die fragten, ob die Ablehnung eines Untersuchungsantrags Fragen zu einem möglichen „Vertuschen“ aufwerfen würde. Die Konservativen beschuldigten die Labour-Abgeordneten, „die Augen vor der Gerechtigkeit zu verschließen“.

