Trump als Dollar-Verteidiger
Donald Trump hat sich als entschiedener Verteidiger des US-Dollars positioniert und richtet seine Angriffe gegen eine kaum existierende Bedrohung. Der Präsident-elect hat kürzlich die BRIC-Staaten, eine Gruppe aufstrebender Volkswirtschaften, ins Visier genommen. Dies signalisiert, dass er entschlossen ist, den Status des Dollars als führende Währung der Welt zu schützen.
Konsequenzen für den internationalen Handel
Trump äußerte, dass jedes Land, das den Dollar aufgibt, keine Geschäfte mehr mit den USA machen könne und stattdessen einen anderen „Dummen“ finden müsse, um Handel zu treiben. Analysten warnen jedoch, dass dieser aggressive Ansatz eher dazu führen könnte, dass alternative Systeme zum Dollar entstehen, als diese zu unterdrücken. Trump selbst scheint sich bewusst zu sein, dass die Dominanz des Dollars nicht unmittelbar gefährdet ist.
Strategie und Team
Die Rhetorik Trumps soll ein umfassenderes Signal senden: Er möchte sich von früheren US-Präsidenten abheben, die bereit waren, einen schrittweisen Rückgang der amerikanischen Macht zu akzeptieren. Die Sprecherin des Trump-Übergangsteams, Anna Kelly, äußerte sich nicht weiter zu dem Thema. Scott Bessent wird voraussichtlich die Aufgabe übernehmen, Trumps sentimentale Ansichten in eine konkrete Dollar-Politik zu übersetzen.
Wichtige Entscheidungen
Trumps Wahl des Finanzministers, die in einer Pressemitteilung angekündigt wurde, betont die Notwendigkeit, den Reservestatus des Dollars zu bewahren. Bessent hat im vergangenen Jahr historische Währungsabkommen untersucht und darüber gesprochen, wie der Dollar in die notwendige „globale wirtschaftliche Neuausrichtung“ passt.
Vergleich mit der Vorgängerregierung
Diese Diskussion markiert einen deutlichen Wandel im Vergleich zur vorherigen Administration. Präsident Joe Biden und Finanzministerin Janet Yellen haben in der Vergangenheit betont, wie wenig sie sich um den Trend anderer Länder kümmern, sich vom Dollar zu diversifizieren. Yellen erklärte vor einem Jahr, dass dies „etwas ist, das wir einfach erwarten müssen“.
Trump und die Zukunft des Dollars
Laut Vertrauten hat Trump entschieden, dass er nicht der Präsident sein möchte, der die Verantwortung trägt, wenn ein Land den Dollar aufgibt. Wie gewohnt überlässt er die Feinheiten anderen. Der US-Dollar bleibt seit acht Jahrzehnten das Rückgrat des globalen Handels und ein Objekt der Begierde für Partner und Rivalen. Die weltweite Nachfrage nach Dollar hat es Washington ermöglicht, eine Staatsverschuldung von 28 Billionen Dollar zu finanzieren.

