COP29 in Aserbaidschan

Wirtschaftsnews1 Jahr ago3364 min

Klimagipfel beginnt

Der 29. jährliche Klimagipfel der Vereinten Nationen, COP29, hat diese Woche in Aserbaidschan begonnen. Ein zentrales Thema der Konferenz ist die Entwicklung eines neuen Finanzierungsplans, um die Bedürfnisse der Entwicklungsländer im Kampf gegen Klimaschäden zu unterstützen.

Finanzierungsziel bis 2025

Die derzeitige Verpflichtung von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr, die von den fortgeschrittenen Nationen im Jahr 2015 zugesagt wurde, soll bis 2025 aktualisiert werden. Daher ist es entscheidend, den zukünftigen Kurs festzulegen. Das Ziel, ein „neues kollektives quantifiziertes Ziel“ (NCQG) bis 2025 festzulegen, wurde bereits im Rahmen des Abkommens von COP21 in Paris vereinbart. Dieses Ziel soll die „Bedürfnisse und Prioritäten“ der Entwicklungsländer berücksichtigen, was bei der bisherigen jährlichen Summe nicht der Fall war.

Finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer

Die verbesserte finanzielle Unterstützung würde es den Entwicklungsländern ermöglichen, ihre nationalen Klimaschutzpläne zu stärken, die ebenfalls bis 2025 aktualisiert werden müssen. Einige Länder, darunter Indien, fordern von den fortgeschrittenen Ländern eine jährliche Unterstützung von etwa 1 Billion US-Dollar. Ein neuer Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) zeigt, dass ein bedarfsorientierter Ansatz die Kosten für die Entwicklungsländer bis 2025 auf etwa 1,1 Billionen US-Dollar und bis 2030 auf 1,8 Billionen US-Dollar schätzen würde. Mindestens 75 % dieser Summe müssten aus wohlhabenden Ländern stammen, was 1,4 % ihres BIP im ersten Jahr entspricht.

Finanzierungslücke bei der Anpassung

Das NCQG würde auch die Klimaanpassung unterstützen, die darauf abzielt, Ländern zu helfen, sich an die bestehenden Klimafolgen anzupassen. Derzeit reicht die Anpassungsfinanzierung nicht aus. Der Unterschied zwischen den verfügbaren Mitteln und dem tatsächlichen Bedarf ist nach wie vor enorm, wie der Anpassungslückenbericht der UN zeigt. Die internationalen öffentlichen Mittel für die Anpassung sind von 22 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf 28 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 gestiegen, was den größten Anstieg seit dem Pariser Abkommen darstellt. Dennoch ist der Bedarf fast 18-mal höher, und selbst wenn die Mittel bis 2025 auf etwa 40 Milliarden US-Dollar steigen, würde dies die Lücke nur um etwa 5 % verringern.

Zukunftsperspektiven des Klimagipfels

Sollte COP29 erfolgreich einen soliden Finanzrahmen etablieren, könnte dies einen bedeutenden Fortschritt in Richtung des Pariser Ziels darstellen, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 °C, idealerweise auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau, zu begrenzen. Allerdings gibt es Bedenken aus den USA, wo Donald Trump möglicherweise erneut Präsident wird.

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