DGB fordert Transformationsfonds

Wirtschaftsnews1 Jahr ago1292 min

Forderung vor dem Kanzler-Gipfel

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hat vor dem bevorstehenden Industriegipfel mit Bundeskanzler Olaf Scholz die Schaffung eines Transformationsfonds gefordert. Dieser Fonds soll eine erhebliche Entlastung für die energieintensive Industrie in Deutschland bieten.

Netzausbau und Strompreissenkung

Im Rahmen eines Interviews äußerte Fahimi, dass der Fonds unter anderem zur Finanzierung des Netzausbaus verwendet werden sollte. Sie betonte die Notwendigkeit, die Strompreise für energieintensive Unternehmen stärker zu subventionieren. Ihrer Meinung nach könnte ein realistischer Strompreis bis 2030 bei maximal sieben Cent pro Kilowattstunde liegen, sofern die Netzentgelte nicht erhöht und keine neuen Umlagen eingeführt werden.

Aktuelle Strompreissituation

Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. lag der durchschnittliche Industriestrompreis in Deutschland im Jahr 2024 bei etwa 16,65 Cent pro Kilowattstunde.

Finanzierung des Transformationsfonds

Fahimi bekräftigte die Notwendigkeit, ein Sondervermögen zur Finanzierung des Transformationsfonds zu schaffen. Sie sieht dies als Mindestmaß an erforderlichen Maßnahmen. Darüber hinaus sprach sie sich für eine Reform der Schuldenbremse aus, um Investitionen in verschiedene Bereiche, einschließlich der sozialen Infrastruktur, zu ermöglichen.

Wichtigkeit der energieintensiven Industrie

Fahimi hob hervor, dass die energieintensive Industrie eine Grundvoraussetzung für alle Produktions- und Wertschöpfungsprozesse darstellt. Besonders betroffen seien Branchen wie Glas, Keramik, Chemie und Stahl. Sie warnte vor einem möglichen Substanzverlust in diesen Sektoren, was sowohl den Wohlstand als auch die Innovationskraft gefährden könnte.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Related Posts