Generalstreik in Israel

Wirtschaftsnews2 Jahren ago3324 min

Aufruf zur Unterstützung der Geiseln

In Israel hat der größte Gewerkschaftsverband, Histadrut, einen Generalstreik für Montag angekündigt. Dieser Schritt erfolgt nach der Bergung von sechs weiteren toten Geiseln aus dem Gazastreifen und soll die Unterstützung für die noch lebenden Geiseln im Gazastreifen zum Ausdruck bringen. Angehörige der Geiseln und der Oppositionsführer Jair Lapid rufen zu Protesten auf.

Politischer Druck auf die Regierung

Der Druck auf die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wächst. Histadrut-Chef Arnon Bar David äußerte sich besorgt über die Situation und forderte ein Eingreifen, um die Regierung zu bewegen, ein Abkommen mit der Hamas zur Freilassung der Geiseln zu schließen. Netanjahu wird vorgeworfen, den Prozess durch ständig neue Forderungen zu behindern.

Details zum Generalstreik

Der Gewerkschaftschef kündigte an, dass ab Montagmorgen um sechs Uhr die gesamte israelische Wirtschaft in einen vollständigen Streik treten werde. Dies geschieht in Reaktion auf den Aufruf des Forums der Geisel-Angehörigen, das die Gewerkschaften um Unterstützung bat, um die Regierung zur sofortigen Verhandlung über die Freilassung der Geiseln zu bewegen.

Reaktionen aus der Politik

Oppositionsführer Jair Lapid und Verteidigungsminister Joav Gallant unterstützen die Forderungen nach einem Abkommen. Gallant forderte zudem, eine kürzlich getroffene Entscheidung zur militärischen Präsenz im Philadelphi-Korridor zu überdenken. Dieser Bereich an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen über eine mögliche Feuerpause.

Funde im Gazastreifen

Am Samstag entdeckte die israelische Armee die Leichen von sechs Geiseln in einem Tunnel bei Rafah im Süden des Gazastreifens. Diese Personen waren während des Hamas-Angriffs am 7. Oktober entführt worden. Unter den Toten befindet sich auch der israelisch-amerikanische Doppelstaatler Hersh Goldberg-Polin.

Ergebnisse der Untersuchung

Das israelische Gesundheitsministerium gab am Sonntagabend die ersten Ergebnisse einer rechtsmedizinischen Untersuchung bekannt. Demnach wurden die Geiseln „ungefähr 48 bis 72 Stunden“ vor der Untersuchung durch mehrere Schüsse aus nächster Nähe getötet. Hamas-Kreise bestätigten, dass Goldberg-Polins Name auf einer Liste von Geiseln stand, die im Falle einer Waffenruhe gegen palästinensische Häftlinge ausgetauscht werden sollten.

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