Bundeshaushalt 2026: Forschungsförderung für Innovation

Wirtschaftsnews3 Monaten ago713 min

Aktuelle Situation im Innovationsindikator

Am 28. November 2025 fand die abschließende Lesung des Bundeshaushalts 2026 im Deutschen Bundestag statt. Jens Jerzembeck von der AIF – Allianz für Industrie und Forschung äußerte sich kritisch zur Platzierung Deutschlands im Innovationsindikator, der das Land auf Rang 12 einstuft. Dieser Indikator, erstellt von verschiedenen Institutionen, bewertet 35 Länder hinsichtlich ihrer Innovationskraft, Schlüsseltechnologien und Nachhaltigkeit.

Notwendigkeit von Investitionen

Jerzembeck betont die Dringlichkeit, die Innovationskraft aus Industrie und Mittelstand zu fördern, um aus der aktuellen wirtschaftlichen Schwächephase herauszukommen. Die im Bundeshaushalt 2026 eingeplanten Investitionen in die Forschungsförderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums sind seiner Meinung nach unzureichend. Er hebt hervor, dass angewandte Industrieforschung entscheidend für den wirtschaftlichen Aufschwung sei.

Forderungen der AIF

Die AIF fordert eine Erhöhung der Mittel für die industrielle Forschungsförderung auf eine Milliarde Euro. Der bisher im Haushaltsgesetz vorgesehene Betrag von 772,5 Millionen Euro umfasst Programme wie die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und weitere Initiativen zur Förderung der Innovationskompetenz.

Verteilung der Mittel

Für die IGF fordert die AIF 300 Millionen Euro, während für das ZIM 600 Millionen Euro und für die INNO-KOM 100 Millionen Euro eingeplant werden sollen. Jerzembeck kritisiert die Mittelreduzierung für die IGF, die im Vergleich zum Vorjahr um zwei Millionen Euro gesenkt wurde. Diese Reduzierung sei nicht bedarfsgerecht, da die Forschungsvereinigungen eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen pflegen und einen höheren Mittelbedarf feststellen.

Schlussfolgerung

Die AIF sieht die Notwendigkeit, wirtschaftsrelevante Prioritäten bei den Ausgaben zu setzen, um das Wachstum zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern. Die enge Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und der Industrie ist dabei von zentraler Bedeutung für die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien.

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