Erwarteter Anstieg der Schuldenquote
Die Simulationen von KfW Research zeigen, dass die Staatsverschuldung der USA möglicherweise schneller ansteigt als bisher angenommen. Es wird ein Anstieg der Schuldenquote auf über 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) innerhalb der nächsten zehn Jahre als möglich erachtet.
Wechselwirkungen zwischen Zinsen und Ausgaben
Ein zentrales Risiko besteht in der Wechselwirkung zwischen steigenden Zinskosten und wachsenden Staatsausgaben. Höhere Zinsausgaben schränken den verfügbaren Haushaltsspielraum ein und können zusammen mit steigenden Ausgaben die Dynamik der Schuldenquote verstärken.
Aktuelle Situation der Staatsverschuldung
Derzeit liegt die Schuldenquote der USA bei etwa 120 Prozent des BIP, was deutlich über dem internationalen Durchschnitt von 93,8 Prozent liegt. Das Haushaltsdefizit hat sich als strukturelles Problem etabliert, das ohne gezielte Maßnahmen bestehen bleibt oder sich sogar verschärfen könnte.
Risiken durch steuerliche Maßnahmen
Vorschläge wie der Big Beautiful Bill Act, der dauerhafte Steuersenkungen vorsieht, könnten das strukturelle Defizit weiter vergrößern. Auch wenn solche Maßnahmen kurzfristig das Wachstum ankurbeln könnten, besteht die Gefahr, dass sie langfristig die Schuldentragfähigkeit der USA gefährden.
Politische Verantwortung gefragt
Die Herausforderung für die US-Politik wird darin bestehen, fiskalisch verantwortungsvoll zu handeln und ein Gleichgewicht zwischen Investitionen, Vertrauen und fiskalischer Solidität zu finden. Der Markt könnte bei einem Verlust des Vertrauens in die fiskalische Stabilität der USA mit Kapitalabflüssen und steigenden Risikoprämien reagieren.
Fazit
Die fiskalische Lage der USA erfordert dringende Aufmerksamkeit und Maßnahmen, um eine potenzielle Schuldenspirale zu vermeiden und die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.