Grönland und US-Präsident Trump

Wirtschaftsnews12 Monaten ago3334 min

Annexionspläne

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag erneut sein Interesse bekundet, das ressourcenreiche Grönland von Dänemark zu annektieren. Er begründete dies mit der Notwendigkeit der „internationalen Sicherheit“.

Äußerungen im Weißen Haus

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, gemeinsam mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, äußerte Trump: „Ich denke, es wird passieren.“ Auf die Frage nach seiner Vision für die Annexionspläne deutete er an, dass Rutte eine wichtige Rolle in diesem Vorhaben spielen könnte. Trump erklärte weiter: „Wir brauchen das für die internationale Sicherheit… wir haben viele unserer bevorzugten Akteure, die an der Küste unterwegs sind, und wir müssen vorsichtig sein.“ Dies bezog sich offensichtlich auf das wachsende Interesse Chinas und Russlands an der Arktis.

Globale Aufmerksamkeit

Trumps Bestrebungen, Grönland zu übernehmen, das reich an natürlichen Ressourcen ist, haben weltweit Aufmerksamkeit erregt. Er hat nicht ausgeschlossen, Gewalt zur Aneignung des Territoriums einzusetzen. Ähnliche Interessen hat er auch in Bezug auf die Ukraine gezeigt, insbesondere hinsichtlich seltener Erden.

Reaktion von Mark Rutte

Rutte weigerte sich, Fragen zur möglichen Eingliederung Grönlands in die USA zu beantworten und sagte: „Ich möchte die NATO nicht in das hineinziehen.“ Dennoch stimmte er Trump zu, dass die Situation im hohen Norden und in der Arktis wichtig ist. Er merkte an: „Die Chinesen nutzen jetzt diese Routen. Wir wissen, dass die Russen sich wieder aufrüsten. Wir wissen, dass wir an Eisbrechern mangeln. Daher ist es sehr wichtig, dass die sieben – außerhalb Russlands – sieben Arktisländer unter US-Führung zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Region sicher bleibt.“

Politische Situation in Grönland

Nach den Wahlen hat die Mitte-rechts-Partei in Grönland Pläne zur Bildung einer Koalitionsregierung entwickelt, die einen Weg zur Unabhängigkeit für das autonome dänische Territorium, das vom US-Präsidenten begehrt wird, ebnen könnte. Alle politischen Parteien sowie die Mehrheit der 57.000 Einwohner der Insel unterstützen die Unabhängigkeit, sind sich jedoch uneinig darüber, wie schnell dieser Prozess voranschreiten sollte.

Wirtschaftliche Abhängigkeit

Grönland ist stark von seinem Fischereisektor abhängig, der fast alle Exporte ausmacht, sowie von jährlichen dänischen Subventionen in Höhe von über 565 Millionen Dollar, was einem Fünftel des Bruttoinlandsprodukts entspricht.

Gesetz zur Selbstverwaltung

Gemäß dem Selbstverwaltungsgesetz von 2009 kann Grönland den Unabhängigkeitsprozess eigenständig einleiten. Es müssen Verhandlungen zwischen Grönland und Dänemark stattfinden, gefolgt von der Genehmigung durch das grönländische Parlament, einem öffentlichen Referendum und einer Abstimmung im dänischen Parlament.

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