Israel stoppt humanitäre Hilfe für Gaza

Wirtschaftsnews1 Jahr ago1154 min

Hintergrund der Entscheidung

Am Sonntag hat Israel die Einfuhr sämtlicher humanitärer Hilfsgüter in den Gazastreifen gestoppt. Diese Maßnahme soll Druck auf die Hamas ausüben, um einen neuen Vorschlag für einen Waffenstillstand zu akzeptieren. Tel Aviv warnte zudem vor „weiteren Konsequenzen“, falls die Hamas dem neuen Vorschlag nicht zustimmt.

Äußerungen des israelischen Premierministers

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, dass Israel unter den aktuellen Vereinbarungen nach der ersten Phase wieder mit Kämpfen beginnen könnte, wenn es der Meinung sei, dass die Verhandlungen nicht zielführend sind. Er betonte, dass der Waffenstillstand nur fortgesetzt werde, wenn die Hamas weiterhin Geiseln freilässt, und stellte klar, dass es „keine kostenlosen Geschenke“ geben werde.

Reaktion der Hamas

Die Hamas warf Israel vor, den bestehenden Waffenstillstandsvertrag zu untergraben. Sie bezeichnete die Entscheidung, die Hilfe zu stoppen, als „billige Erpressung, Kriegsverbrechen und einen offensichtlichen Angriff“ auf den Waffenstillstand. Die Hamas warnte, dass jede Verzögerung oder Streichung des Waffenstillstands „humanitäre Konsequenzen“ für die Geiseln haben würde und bekräftigte, dass die einzige Möglichkeit, sie zu befreien, die Umsetzung des bestehenden Abkommens sei.

Details zum Waffenstillstand

Der Waffenstillstand wurde im Januar nach mehr als einem Jahr Verhandlungen erreicht. Die erste Phase, die eine Erhöhung der humanitären Hilfe umfasste, endete am Samstag. Die beiden Seiten haben die zweite Phase noch nicht verhandelt, in der die Hamas Dutzende verbleibender Geiseln im Austausch für einen Rückzug Israels und einen dauerhaften Waffenstillstand freilassen sollte.

Humanitäre Hilfe und neue Vorschläge

Seit Beginn des Waffenstillstands am 19. Januar sind täglich Hunderte von Hilfstransporten in den Gazastreifen eingefahren. Israel gab an, dass der neue Vorschlag, der von dem US-Mittleren Ost-Sondergesandten Steve Witkoff stammt, eine Verlängerung des Waffenstillstands während des Ramadan, des muslimischen heiligen Monats, der am Wochenende begann, sowie während des jüdischen Pessachfestes vorsieht, das am 20. April endet. Laut dem neuen Vorschlag müsste die Hamas am ersten Tag die Hälfte der Geiseln freilassen und den Rest, wenn eine Einigung über einen dauerhaften Waffenstillstand erzielt wird.

Position der israelischen Regierung

Der israelische Außenminister Gideon Saar erklärte auf einer Pressekonferenz: „Wir haben alle unsere Verpflichtungen (unter Phase 1) bis zum letzten Tag, der gestern war, erfüllt.“ Die Hamas hat erklärt, dass sie bereit ist, die Geiseln in Phase 2 auf einmal freizulassen, jedoch nur im Austausch für die Umsetzung des Abkommens.

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