Berufliche Situation
In der Geburtshilfe sind über 16.000 Frauen beschäftigt, während nur 49 Männer in diesem Bereich arbeiten. Diese geringe Anzahl wirft die Frage auf, wie sich Männer in einem überwiegend weiblichen Berufsfeld behaupten können. Auch in der Intensivpflege von Frühgeborenen sind Männer selten anzutreffen.
Casper und sein Weg zur Hebamme
Der 23-jährige Casper hat sich für ein duales Studium der Hebammenwissenschaften entschieden und ist dabei der einzige Mann in seinem Studiengang. Trotz der Herausforderungen wie Schichtdienst und Gehaltsperspektiven ist er von seinem Beruf überzeugt. Zuvor studierte er Informatik, stellte jedoch fest, dass ihm die Arbeit am Computer nicht zusagte. Er sehnt sich nach aktiver Bewegung und dem Kontakt mit Menschen, was ihn dazu brachte, seine Karriere neu auszurichten.
Maik und die Herausforderungen der Intensivpflege
Maik, 34 Jahre alt, arbeitet als Kinderkrankenpfleger auf der pädiatrischen Intensivstation. Sein Wunsch, im Krankenhaus zu arbeiten, entstand aus einer prägenden Erfahrung in seiner Kindheit, als er nach einem Unfall mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen musste. Nach seiner Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger fand er seine Leidenschaft in der Betreuung von Frühgeborenen und dem Umgang mit deren Eltern.
Zweifel und Zukunftsperspektiven
Mit zunehmendem Alter kommen bei Maik jedoch Zweifel auf. Der Schichtdienst wird belastend, und die körperlichen Anforderungen der Arbeit nehmen zu. Er fragt sich, ob er diesen Beruf bis ins hohe Alter ausüben kann und ob er in der Lage wäre, jungen Frauen in der Stillzeit Unterstützung zu bieten. Diese Überlegungen werfen die Frage auf, wie es für ihn beruflich weitergehen kann.

