Änderungen im syrischen Schullehrplan

Wirtschaftsnews1 Jahr ago1684 min

Neues Regierungsteam und Lehrplananpassungen

Die neu ernannte syrische Regierung hat mehrere Änderungen im Schullehrplan angekündigt. Diese Anpassungen wurden von vielen als „islamistisch gefärbt“ kritisiert. Diese Entwicklungen treten nur wenige Wochen nach dem Sturz der Regierung von Bashar al-Assad durch die Hay’at Tahrir al-Sham und andere Rebellengruppen in Kraft, die mehrere Jahrzehnte an der Macht war.

Herausforderungen für die Übergangsbehörden

Die von HTS dominierten Übergangsbehörden stehen nun vor der Herausforderung, staatliche Institutionen wieder aufzubauen. Es gibt zunehmende Forderungen nach einem inklusiven Übergang und der Gewährleistung von Minderheitenrechten.

Details zu den Lehrplanänderungen

Die Änderungen wurden auf der offiziellen Facebook-Seite des Bildungsministeriums veröffentlicht. Einige Kapitel, darunter ein Kapitel über die Ursprünge und die Evolution des Lebens, wurden vollständig entfernt. Berichten zufolge werden alle Lobeshymnen auf Assad gestrichen, und mehrere Formulierungen wurden in einem ultra-konservativen Sinne umgedeutet. So wurde der Begriff „Weg des Guten“ in „islamischer Weg“ geändert, und die Aussage „Diejenigen, die haben, sind verdammt und vom rechten Weg abgekommen“ wird nun als „Juden und Christen“ formuliert.

Reaktionen auf die Änderungen

Laut einem Bericht von CNN definieren die Änderungen auch das Wort Märtyrer neu, als jemand, der sich „für Gott“ geopfert hat. Diese Anpassungen betreffen alle Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren in dem kriegsgebeutelten Land. Es ist jedoch unklar, wann die Änderungen offiziell umgesetzt werden.

Bildungssituation in Syrien

Die Aktualisierungen haben gemischte Reaktionen hervorgerufen, wobei viele die Änderungen begrüßen, die das vorherige Assad-Regime ablehnen. Andererseits sorgten die Modifikationen in den religiösen Kapiteln für Empörung in sozialen Medien.

Die Bildungssituation in Syrien ist besorgniserregend, da schätzungsweise 3,7 Millionen Kinder derzeit nicht im Schulsystem sind. Laut Save the Children, einer Hilfsorganisation, umfasst diese Zahl etwa die Hälfte der schulpflichtigen Kinder im Land.

Folgen des Konflikts

Während die Syrer mehr als ein Jahrzehnt Konflikt erlitten haben, hat die rasche Offensive der Rebellen, die Präsident Bashar al-Assad am 8. Dezember stürzte, weitere Störungen verursacht. Die UN berichtete von mehr als 700.000 neu vertriebenen Personen.

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