Wichtiger Meilenstein für die Wirtschaft
Am Samstag gab das Finanzministerium von Sri Lanka bekannt, dass das Land offiziell seinen Schuldenstand beendet hat. Mahinda Siriwardana, ein hochrangiger Beamter des Ministeriums, erklärte: „Der 20. Dezember markiert einen bedeutenden Meilenstein in unserem wirtschaftlichen Erholungsprozess, da Sri Lanka offiziell aus dem Staatsbankrott ausgeschieden ist.“
Hintergrund der Krise
Sri Lanka war im April 2022 in eine wirtschaftliche Krise geraten und hatte zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1948 einen Staatsbankrott erklärt. Laut Siriwardana war die Krise menschengemacht und hätte vermieden werden können, wenn frühzeitig auf Warnungen reagiert und eine frühzeitige Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gesucht worden wäre.
Verbesserung der Kreditwürdigkeit
Diese Entwicklungen erfolgen, nachdem Fitch Ratings am Freitag die langfristige Kreditwürdigkeit Sri Lankas von „CCC-“ auf „CCC“ angehoben hat. Fitch erklärte, dass das Risiko eines weiteren Zahlungsausfalls bei Schulden in lokaler Währung durch die erfolgreiche Umstrukturierung internationaler Staatsanleihen und eine verbesserte Prognose für makroökonomische Indikatoren verringert wurde.
Politische Unruhen und Regierungswechsel
Das Land sah sich zudem mit kriegsähnlichen Zuständen und monatelangen öffentlichen Protesten konfrontiert, die zur Flucht des damaligen Präsidenten Gotabaya Rajapaksa führten. Ranil Wickremesinghe übernahm daraufhin das Präsidentenamt und begann umgehend mit den Verhandlungen mit dem IWF. Seine Regierung sicherte sich ein Jahr später im März 2023 das Rettungspaket.
Herausforderungen bleiben bestehen
Siriwardana wies darauf hin, dass trotz der positiven makroökonomischen Ergebnisse und der abgeschlossenen Schuldenumstrukturierung, die Menschen weiterhin unter den Folgen der Krise und den schwierigen Maßnahmen leiden. Er erinnerte an die beispiellose Devisenkrise, die zu Engpässen bei lebenswichtigen Gütern führte und lange Warteschlangen für Treibstoff und Kochgas zur Folge hatte, während das Land 2022 über 10 Stunden lang mit Stromausfällen zu kämpfen hatte.
Ausblick auf die Zukunft
Siriwardana betonte, dass es keinen Raum für wiederholte politische Fehler gebe. „Dies ist in der Tat ein historischer Moment und ein Anlass zum Feiern, aber es ist ein Moment, der sich niemals wiederholen sollte.“

