Patriotismus und Bildung in China

Wirtschaftsnews11 Monaten ago1494 min

Nationalismus in Schulen und Medien

Die Kommunistische Partei Chinas hat über Jahre hinweg Patriotismus in den staatlichen Medien und im Bildungssystem gefördert. Diese Bemühungen haben zu einem nationalistischen Enthusiasmus geführt, der gelegentlich aus dem Ruder lief.

Angriffe und „Hass-Erziehung“

In den letzten vier Monaten wurden drei Messerangriffe verübt, die sich gegen Japaner und Amerikaner richteten. Diese Vorfälle haben eine dunkle Seite dieser Kampagne offenbart, die von vielen in China als „Hass-Erziehung“ bezeichnet wird. Ein virales Video zeigt eine Lehrerin, die ihren Schülern über die „Blutfehde“ mit Japan predigt und sie auffordert, die Gräueltaten der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg niemals zu vergessen. Diese Lehrerin wurde von den staatlichen Medien gelobt, und andere Pädagogen haben ihr Video geteilt.

Familien und soziale Medien

In einem weiteren Video äußert eine chinesische Mutter stolz, wie ihre Tochter ihren verwunderten kleinen Bruder wegen seiner Vorliebe für Ultraman, eine japanische Science-Fiction-Figur, zurechtweist. Der jüngste Anstieg an Feindseligkeiten gegenüber ausländischen Rivalen wurde in Schulen und sozialen Medien toleriert und in einigen Fällen sogar gefördert.

Widerspruch zu Beijings Zielen

Diese Vorgehensweise steht im Widerspruch zu Pekings Bestrebungen, globale Verbindungen wiederherzustellen, die in der Vergangenheit das Wirtschaftswachstum gefördert haben. Wang Ke, ein pensionierter Professor der Universität Kobe, äußerte, dass „Hass in Chinas Bildung“ in Schulen, Medien und patriotischen Filmen verankert sei.

Stimmen der Vernunft

Öffentliche Aufrufe zur Mitgefühl wurden häufig unterdrückt. Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen zehnjährigen japanischen Jungen in Shenzhen am 18. September, dem Jahrestag der japanischen Invasion in der Mandschurei, veröffentlichten zwei Professoren aus Peking einen Warnruf gegen die Verbreitung von Hass. Sie betonten, dass Gewalt im Namen des Patriotismus nicht toleriert werden sollte und dass Hass nur zu weiteren Gewalttaten führen würde. Ihre Kommentare wurden jedoch von Online-Plattformen entfernt, nachdem viele Leser sie geteilt hatten.

Offizielle Stellungnahmen

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, dass China seinen Bürgern nicht beibringe, Japan zu hassen. Er betonte, dass das Lernen aus der Geschichte nicht dazu dienen solle, Hass zu perpetuieren, sondern um zu verhindern, dass sich die Tragödien des Krieges wiederholen.

Lehrpläne und Geschichtsdarstellung

Die Lehrbücher in China heben seit langem die Kriegsverbrechen Japans hervor und stellen die USA als ideologischen Rivalen dar.

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