Preisanstieg bei Metallen durch Chinas Stimulus

Wirtschaftsnews11 Monaten ago1014 min

Chinas Maßnahmen und Metallpreise

Die umfangreichen Stimulusmaßnahmen Chinas haben die Preise für wichtige Metalle in die Höhe getrieben. Diese Preissteigerungen haben sich weitgehend gehalten, trotz der Diskussion darüber, ob die Maßnahmen aus Peking ausreichen, um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu beleben. Zu den Ankündigungen der letzten Woche gehörten niedrigere Zinssätze und erleichterte Bedingungen für den Immobilienkauf, was insbesondere die Preise von Metallen mit starker China-Exposition, wie Eisenerz, beeinflusste.

Preisentwicklung von Eisenerz

Der Preis für das wichtige Rohmaterial für Stahl stieg sowohl an Chinas heimischer Börse als auch in Singapur, dem Hauptmarkt für globale Investoren. China kauft etwa 70 % des weltweiten Seeverkehrsvolumens, wobei Australien und Brasilien die Hauptexporteure sind. Der Vertrag an der Dalian Commodity Exchange sprang um 10,7 % auf 821,5 Yuan pro Tonne am Montag, nachdem er zuvor in der Sitzung 835 Yuan erreicht hatte, den höchsten Stand seit dem 16. Juli.

Marktreaktion und Preistrends

Der Handel wurde aufgrund der verlängerten Feiertage in China seitdem nicht fortgesetzt, jedoch endeten die Futures an der Singapore Exchange am Dienstag bei 108,24 USD pro Tonne, was einem Anstieg von 15,4 % im Vergleich zum vorherigen Schluss entspricht. Der Anstieg von den jüngsten Tiefstständen von 91,38 USD am 23. September beträgt somit 18,4 %. Es ist offensichtlich, dass der starke Anstieg des Eisenerzpreises von der Stimmung der Marktteilnehmer, insbesondere der chinesischen Privatanleger, getrieben wird.

Herausforderungen im Immobiliensektor

Die Preise neuer Wohnungen fielen im August laut offiziellen Daten am schnellsten seit mehr als neun Jahren und sanken um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Zudem gibt es einen erheblichen Überhang an unverkauften Immobilien, was die Entwickler unter finanziellen Druck setzt und das Vertrauen der Käufer beeinträchtigt.

Fragen zur Wirksamkeit der Stimulusmaßnahmen

Die zentrale Frage für den Markt ist, ob die jüngsten Stimulusmaßnahmen ausreichen, um die Nachfrage nach Stahl signifikant zu steigern oder ob sie bestenfalls den aktuellen Rückgang stoppen, ohne eine Erholung auszulösen. Es bleibt unklar, ob diese Maßnahmen tatsächlich zu einer höheren Stahlnachfrage führen werden oder ob die Produktionsprognosen für 2024 voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahres bleiben. Es ist schwierig, einen Fall zu konstruieren, der einen starken Anstieg der Stahlnachfrage aus dem Immobiliensektor bis Ende des Jahres vorhersagt. Eine Erholung könnte jedoch 2025 möglich sein, insbesondere wenn Peking weiterhin entsprechende Maßnahmen umsetzt.

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