Kamala Harris führt in den Umfragen
Nach der letzten Präsidentschaftsdebatte hat Kamala Harris ihre Führung über Donald Trump in fast allen von dem Aggregator 538 erfassten Umfragen ausgebaut. Laut ABC News liegt Harris‘ Vorteil in der nationalen Wählergunst zwischen 2 und 7 Punkten, wobei die meisten Umfragen den üblichen Fehlerbereich von 3,5 Punkten überschreiten.
Ausnahme in einer Umfrage
Die einzige Ausnahme stellt eine Umfrage von AtlasIntel dar, die Trump mit einem Vorsprung von vier Punkten zeigt. Es besteht die Möglichkeit, dass Donald Trump die nationale Wählergunst verlieren könnte und dennoch die Präsidentschaft durch das Electoral College sichern kann. Die neuesten Analysen von 538 zeigen jedoch eine herausfordernde Perspektive für seine Kampagne.
Wahrscheinlichkeiten im Electoral College
Der Aggregator schätzt die Wahrscheinlichkeit für Trump, das Electoral College zu gewinnen, auf 39 Prozent, während Harris‘ Chancen bei 61 Prozent liegen. In 1.000 Simulationen, die von 538 durchgeführt wurden, ging Harris in 609 Fällen als Siegerin hervor, Trump in 387 Fällen, wobei in vier Fällen kein klarer Gewinner ermittelt werden konnte.
Vorwürfe und unterschiedliche Modelle
Diese Umfragen wurden vor dem zweiten angeblichen Attentatsversuch auf Trump durchgeführt, ein Ereignis, das einige MAGA-Medien als unzureichend von den Mainstream-Medien behandelt ansehen. Trump hat 538, das im Besitz von ABC News ist, vorgeworfen, mit Harris zu kolludieren und die Debatte in ihrem Sinne zu verzerren. Nate Silver, der Gründer von 538 und Betreiber des Silver Bulletin Blogs, präsentiert jedoch ein anderes Bild. Sein Modell gibt Trump eine 60-prozentige Chance zu gewinnen und Harris eine 38-prozentige Chance.
Manipulation der Umfragen?
Beide politischen Seiten beschuldigen sich gegenseitig, Umfragen zu manipulieren, um im Falle einer knappen Wahl einen Sieg zu beanspruchen. Viele Analysten sind besorgt über mögliche Blockaden und Gewalt am 5. November.
Wahlergebnisse und mögliche Verzögerungen
Typischerweise sind die Wahlergebnisse am Wahlabend, insbesondere bei eindeutigen Ergebnissen, bis spät in die Nacht bekannt. Ein enger Wettkampf, bei dem das Erreichen der 270 Wahlmännerstimmen von ein oder zwei Bundesstaaten abhängt, könnte jedoch zu erhöhten Spannungen führen, insbesondere wenn Staaten wie Pennsylvania Verzögerungen bei der Auszählung der Briefwahlstimmen erleben. Die Wählerpräferenzen bleiben nach der Debatte weitgehend unverändert.