Marktentwicklung im Jahr 2024
Der E-Zigarettenmarkt zeigt für das Jahr 2024 ein erwartetes Wachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals wird der Gesamtumsatz voraussichtlich die Marke von 1 Milliarde Euro überschreiten.
Illegaler Handel und seine Auswirkungen
Ein zentrales Thema für die E-Zigarettenbranche ist der illegale Handel, der negative Auswirkungen auf die Marktbedingungen und das Geschäft der Händler hat. Eine Umfrage unter über 300 Händlern und Herstellern hat ergeben, dass ein erheblicher Teil der Befragten von illegalen Verkaufspraktiken Kenntnis hat.
Ergebnisse der Branchenumfrage
Die Umfrage zum illegalen Handel mit E-Zigaretten zeigt, dass 76 Prozent der Teilnehmer über Händler informiert sind, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Im Durchschnitt verlieren die Befragten dadurch 30 Prozent ihres potenziellen Umsatzes. Der Anteil illegaler E-Zigaretten wird auf etwa 40 Prozent geschätzt.
Forderungen an die Politik
Der Geschäftsführer des Bündnisses für Tabakfreien Genuss, Philip Drögemüller, betont die Notwendigkeit eines konsequenten Vorgehens der Behörden gegen den illegalen Handel. Er fordert von der Politik, die Zollbehörden besser auszustatten, um dem Problem entgegenzuwirken.
Ursachen des illegalen Handels
Die Umfrage identifiziert mehrere Hauptgründe für den Anstieg des illegalen Handels. 82 Prozent der Teilnehmer führen die hohe Besteuerung von Liquids und deren Komponenten als Hauptursache an. Weitere Gründe sind unzureichende Kontrollen durch die Behörden (70 Prozent) und strenge oder fehlerhafte Regulierungen (59 Prozent).
Politische Maßnahmen zur Bekämpfung
Um den illegalen Handel zu reduzieren, schlagen 77 Prozent der Befragten vor, auf eine weitere Erhöhung der Steuern auf Liquids zu verzichten. 75 Prozent plädieren für ein Absehen von zusätzlichen Produktregulierungen, wie etwa Aromenverboten, um den Anreiz für illegale Händler zu verringern.
Beliebte Produkte im illegalen Handel
Einweg-E-Zigaretten sind die am häufigsten illegal gehandelten Produkte, wie 94 Prozent der Umfrageteilnehmer bestätigen. Zudem nennen 52 Prozent auch einzelne Liquid-Komponenten, wie Basen, Aromen und Nikotin.
Vertriebskanäle für illegale Produkte
Die Umfrage zeigt, dass es vor allem zwei Hauptkanäle gibt, durch die illegale oder unversteuerte Produkte in den deutschen Markt gelangen. 86 Prozent der Befragten haben hierzu spezifische Informationen angegeben.
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