Biden-Administration und Afghanistan-Rückzug

Wirtschaftsnews12 Monaten ago775 min

Vorwürfe gegen die Biden-Administration

Republikanische Gesetzgeber haben der Biden-Administration vorgeworfen, die Amerikaner zu belügen und die Sicherheit von US-Soldaten während des Rückzugs aus Afghanistan im Jahr 2021 zu gefährden. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht zielt darauf ab, Vizepräsidentin Kamala Harris vor der Präsidentschaftswahl zu belasten.

Kritik an der Rückzugsstrategie

Laut dem Bericht habe das Team von Präsident Joe Biden die amerikanische Öffentlichkeit „in die Irre geführt und in einigen Fällen direkt belogen“ während aller Phasen des Rückzugs. Die Mängel der Verwaltung hätten direkt zur Tötung von 13 amerikanischen Soldaten bei einem Bombenanschlag am Abbey Gate in Kabul geführt.

Ergebnisse einer zweijährigen Untersuchung

Die Ergebnisse stammen aus einer zweijährigen Untersuchung des texanischen Abgeordneten Michael McCaul, der die Handhabung des Rückzugs durch Biden schon lange kritisiert. Der Bericht wurde zwei Tage vor einer Debatte zwischen Harris und dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump veröffentlicht, dessen Kampagne behauptet, der Rückzug habe die Stellung der USA in der Welt geschwächt und Russland ermutigt, die Ukraine zu überfallen.

Parteipolitische Spannungen

Kein Demokrat hat den Bericht unterzeichnet. Der demokratische Abgeordnete Gregory Meeks, der führende Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, bezeichnete den Bericht als parteipolitischen Versuch, Harris zu schaden. Er wies darauf hin, dass wichtige Ergebnisse aus Zeugenaussagen ausgelassen wurden, darunter die Tatsache, dass die USA „erneuten Kämpfen mit den Taliban gegenübergestanden hätten, wenn wir den Rückzug nicht fortgesetzt hätten“.

Häufige Erwähnung der Biden-Harris-Administration

Das fast 350 Seiten umfassende Dokument bezieht sich mehr als 230 Mal auf die „Biden-Harris-Administration“. Der Bericht stellt fest: „Diese Untersuchung zeigt, dass hochrangige Beamte der Biden-Harris-Administration absichtlich blind gegenüber Warnungen über die sich verschlechternde Sicherheitslage vor Ort waren.“

Reaktion von Kamala Harris

Harris‘ Team hat versucht, sich vorsichtig um das Thema Rückzug zu bewegen, und sie hat sich nicht ausführlich zu ihrer Rolle bei der Entscheidung geäußert, Afghanistan zu verlassen. In einem Interview mit CNN im Jahr 2021 antwortete sie mit „ja“, als sie gefragt wurde, ob sie „die letzte Person im Raum“ gewesen sei, bevor Biden die Entscheidung traf.

Politische Motivation der Untersuchung?

McCaul wies die Behauptung zurück, dass das Timing des Berichts politisch motiviert sei. In einem Interview mit CBS’ Face the Nation am Sonntag kritisierte er die Verwaltung für Verzögerungen und erklärte, seine Untersuchung werde „weit über die Wahl hinaus fortgesetzt“.

Ergebnisse der Überprüfung des Außenministeriums

Eine Überprüfung des Außenministeriums aus dem Jahr 2023 gab sowohl Trumps Team als auch der Biden-Administration die Schuld am Rückzug. „Es gab nicht genügend Überlegungen auf hoher Ebene zu den schlimmsten Szenarien und wie schnell diese eintreten könnten“, stellte die Überprüfung fest.

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