TikTok und die Zukunft der Ausbildung

Wirtschaftsnews2 Monaten ago1463 min

Diskrepanz im Ausbildungsmarkt

Im Jahr 2026 wird die Präsenz auf TikTok für Unternehmen zunehmend entscheidend, insbesondere wenn es um die Rekrutierung von Auszubildenden geht. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass fast ein Drittel der Jugendlichen die Plattform nutzt, um nach Lehrstellen zu suchen, während 96 Prozent der Unternehmen TikTok ignorieren.

Suchverhalten der Generation Z

Laut dem Bertelsmann/IW-Gutachten „Ausbildungsmatch 2024“ sind 30 Prozent der Jugendlichen aktiv auf TikTok auf der Suche nach Ausbildungsplätzen. Im Gegensatz dazu setzen nur 4 Prozent der Unternehmen TikTok gezielt für ihr Ausbildungsmarketing ein. Ähnliche Trends zeigen sich auch auf Snapchat, wo 19 Prozent der Jugendlichen die App zur Orientierung nutzen, während nur 3 bis 4 Prozent der Betriebe dort vertreten sind.

Herausforderungen in der Kommunikation

Die mangelnde Effektivität vieler Rekrutierungskampagnen ist oft weniger auf technische Aspekte zurückzuführen, sondern vielmehr auf die Art der Kommunikation. Ausbildungsbetriebe werden von der Zielgruppe häufig als Anbieter von „Corporate Communication“ wahrgenommen. Die Inhalte erscheinen oft werblich und unauthentisch, was die Glaubwürdigkeit der Arbeitgebermarke beeinträchtigt.

Die Bedeutung von Authentizität

Jens Meurer, bekannt als „Mr. Karriere“ und Gründer einer großen Community für Schulabgänger, betont die Bedeutung von Authentizität in der Ansprache der Jugendlichen. Unternehmen, die versuchen, „cool“ zu wirken, aber hinter aktuellen Trends zurückbleiben, laufen Gefahr, als unpassend wahrgenommen zu werden. Für die Generation Z ist TikTok das, was früher die Google-Suche war – wer dort nicht in ihrer Sprache kommuniziert, wird schlichtweg ignoriert.

Karriere-Influencer als Lösung

Um die Kluft zwischen Unternehmen und Jugendlichen zu überbrücken, wird eine Abkehr vom traditionellen Sender-Empfänger-Modell notwendig. Karriere-Influencer können dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie Berufsbilder und Arbeitswelten auf eine ansprechende und zugängliche Weise erklären.

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