Einblick in die Studie
Eine neue Untersuchung von TERRE DES FEMMES und Bolt beleuchtet, wie Sicherheitsbedenken das nächtliche Mobilitätsverhalten von Frauen in deutschen Städten beeinflussen. Diese repräsentative Studie, die zwischen dem 30. September und 2. Oktober durchgeführt wurde, befragte 2057 Personen und zeigt auf, dass Sicherheitsaspekte eine entscheidende Rolle für Frauen spielen, wenn es um ihre Bewegungsfreiheit in der Nacht geht.
Sicherheitsbedenken und Mobilität
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass 48 Prozent der befragten Frauen Sicherheit als den wichtigsten Faktor bei der Wahl ihres Verkehrsmittels am Abend angeben. Im Gegensatz dazu legen Männer mehr Wert auf die Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass Sicherheit nicht nur eine individuelle Angelegenheit ist, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung darstellt.
Frauen im öffentlichen Raum
Laut Christa Stolle, der Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES, haben Frauen im öffentlichen Raum vor allem Angst vor unbeleuchteten Straßen und den möglichen Gefahren, die dort lauern. Diese Ängste führen dazu, dass viele Frauen ihre Mobilität einschränken und bestimmte Verkehrsmittel meiden.
Unsicherheit in deutschen Städten
Obwohl deutsche Städte als offen und lebendig gelten, empfinden 59 Prozent der Frauen das Gehen in der Nacht als unsicher. Nur 26 Prozent fühlen sich sicher, wenn sie zu Fuß unterwegs sind. Im öffentlichen Nahverkehr ist die Situation ähnlich: 48 Prozent der Frauen geben an, sich unsicher zu fühlen. Zudem haben 49 Prozent der Frauen schon einmal ein Verkehrsmittel bewusst gemieden, weil sie sich nicht sicher fühlten.
Alltägliche Schutzrituale
Die Unsicherheit äußert sich oft in kleinen, alltäglichen Schutzritualen, die Frauen in ihren täglichen Routinen praktizieren. Diese Verhaltensweisen sind ein Ausdruck der ständigen Wachsamkeit, die viele Frauen an den Tag legen, wenn sie sich im öffentlichen Raum bewegen.
Handlungsbedarf in der Stadtplanung
Die Erkenntnisse der Studie verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf in der Stadtplanung. Beleuchtung, Mobilitätsangebote und die allgemeine Gestaltung des öffentlichen Raums müssen so angepasst werden, dass sie die Lebensrealität von Frauen berücksichtigen und ihnen ein sicheres Umfeld bieten.

