Warnung vor Silvester-Pyrotechnik

Wirtschaftsnews2 Monaten ago903 min

Verkaufsstart von Feuerwerkskörpern

Am 29. Dezember beginnt der bundesweite Verkauf von Pyrotechnik für den privaten Gebrauch. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) äußert sich besorgt über die mögliche Eskalation in der Silvesternacht.

Importzahlen steigen

Laut dem Statistischen Bundesamt wurden bis September 2025 über 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert. Dies stellt den höchsten Wert seit 2001 dar und entspricht einem Anstieg von 62,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Forderung nach einem Böllerverbot

Die DUH kritisiert die Innenminister von Bund und Ländern, die es versäumt haben, ein bundesweites Böllerverbot einzuführen, um die zu erwartenden Schäden durch private Böllerei zu verhindern. Ein offener Brief der DUH, der ein solches Verbot fordert, wurde bereits von etwa 800.000 Menschen unterzeichnet.

Internationale Vergleiche

Im Vergleich zu Deutschland haben andere Länder bereits Maßnahmen ergriffen. In Rumänien ist Feuerwerk der Kategorie F2 ab diesem Jahr verboten, die Niederlande folgen im nächsten Jahr, und Tschechien gibt den Kommunen mehr Spielraum für Verbote.

Folgen der Pyrotechnik

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, warnt, dass der bevorstehende Jahreswechsel zu einer Nacht mit beispiellosen Gefahren werden könnte. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Verletzungen, Brände und Angriffe auf Einsatzkräfte signifikant zurückgehen, wenn der Verkauf von Pyrotechnik eingeschränkt wird.

Appell an die Bevölkerung

Die DUH ruft die Bevölkerung dazu auf, auf das Schwarzpulverböllern zu verzichten und ein friedvolles Silvester zu feiern. Sie fordert ein sofortiges Verkaufs- und Anwendungsverbot für private Pyrotechnik, um die Notaufnahmen und Rettungsdienste in der Silvesternacht zu entlasten.

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