Entwicklung der elektronischen Patientenakte
Die elektronische Patientenakte (ePA) hat sich seit ihrer Einführung in Deutschland von einem reinen Technologieprojekt zu einem bedeutenden Vertrauensprojekt gewandelt. Dies wurde während der 32. Plattform Gesundheit des IKK e.V. deutlich, die kürzlich stattfand. Die ePA wird zunehmend als Gamechanger für die medizinische Versorgung wahrgenommen, sowohl von Patientinnen und Patienten als auch von Ärztinnen und Ärzten.
Wichtige Faktoren für den Erfolg
Für den Erfolg der ePA sind stabile politische Rahmenbedingungen und ein „ermöglichender Datenschutz“ von großer Bedeutung. Die Diskussionsteilnehmer hoben hervor, dass Vertrauen und Gesundheitskompetenz entscheidende Schlüsselfaktoren sind, um den Nutzen der ePA im Versorgungsalltag erlebbar zu machen. Eine aktive Kommunikation und Aufklärung durch alle Beteiligten ist notwendig, um die Akzeptanz der ePA zu steigern.
Paradigmenwechsel durch den Rollout
Der bevorstehende Rollout der „ePA für alle“ zu Beginn des Jahres stellt einen wesentlichen Paradigmenwechsel dar. Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V., betonte, dass der Fokus nun darauf liege, wie die gesammelten Daten zur Verbesserung der medizinischen Versorgung genutzt werden können.
Praktische Vorteile der ePA
Annette Rennert, Fachärztin für Allgemeinmedizin, berichtete aus ihrer Praxis in Dortmund, dass die ePA bereits jetzt positive Auswirkungen hat. Besonders Pflegefälle im Heim profitieren von der Medikationsliste, die einen Überblick über die Medikation der Patienten ermöglicht und somit die Patientensicherheit erhöht.
Vertrauen und Datensicherheit
Ein zentraler Aspekt der ePA ist das Vertrauen aller Beteiligten. Die Sicherheit der Daten spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Aus Sicht der Patienten kann es von Vorteil sein, dass die Einführung der ePA eher schrittweise erfolgt, um eine solide Grundlage für den Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten zu schaffen.

