Digitalisierung in Baden-Württemberg

Wirtschaftsnews6 Monaten ago1623 min

Veranstaltung zur digitalen Verwaltung

Am 26. September 2025 fand in Stuttgart eine Veranstaltung statt, die sich mit der Digitalisierung der Verwaltung in Baden-Württemberg beschäftigte. Eingeladen hatte der digitalpolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Daniel Karrais. Zahlreiche Fachleute aus der Verwaltung, der IT-Branche sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger waren anwesend.

Herausforderungen der digitalen Transformation

Die Diskussion wurde von Daniel Karrais eröffnet, der betonte, dass das Vertrauen der Bürger in den Staat von einer funktionierenden Verwaltung abhängt. Er warnte davor, dass die Zeit drängt und es notwendig sei, die Zettelwirtschaft zu beenden. Karrais machte deutlich, dass die Verwaltung unter Druck steht, da in den kommenden zehn Jahren jede fünfte Personalstelle wegfallen könnte. Die demografische Entwicklung und die aktuelle weltpolitische Lage verschärfen die Situation.

Strategien für die digitale Souveränität

Karrais forderte eine umfassende Digitalisierung der Verwaltung und die Entwicklung einer Souveränitätsstrategie für eingesetzte Software. Er hob die Bedeutung von Multi-Cloud-Ansätzen hervor, um den schnellen Austausch von Anbietern zu ermöglichen. Der Staat müsse digitale Werkzeuge nach eigenen Bedürfnissen gestalten, um unabhängig zu bleiben und gleichzeitig innovationsfähig zu sein.

Kritik an der aktuellen Situation

Alexander Handschuh vom Deutschen Städte- und Gemeindebund äußerte sich kritisch zur Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland. Er stellte fest, dass der Rückstand immer größer werde und warnte vor einer weiteren Verschlechterung. Handschuh kritisierte die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes, die oft nicht durchgehend digital gedacht wurde. Dies führe dazu, dass viele Verwaltungsanträge lediglich in digitaler Form bereitgestellt, aber letztlich ausgedruckt werden müssen.

Notwendigkeit von Digital-Only-Prozessen

Er betonte, dass es wichtig sei, Digital-Only-Prozesse zu etablieren, ohne dabei die analogen Anlaufstellen zu vernachlässigen. Der Hintergrundprozess müsse jedoch digital ablaufen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Effizienz zu steigern.

Fazit

Die Veranstaltung verdeutlichte die dringende Notwendigkeit, die digitale Transformation in der Verwaltung voranzutreiben, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein und ein funktionierendes, vertrauenswürdiges System zu schaffen.

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