Freihandelsabkommen mit Indien

Wirtschaftsnews10 Monaten ago1693 min

Erfolg des britischen Premierministers

Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete das kürzlich abgeschlossene Freihandelsabkommen (FTA) mit Indien als einen „fantastischen“ Erfolg. Er kritisierte die Opposition, insbesondere die Konservative Partei, für deren Vorschlag, das Abkommen aufzukündigen.

Wichtige Punkte des Abkommens

1. Während der wöchentlichen Fragestunde im House of Commons betonte Starmer den Erfolg der Labour-Regierung bei den Verhandlungen über das FTA mit Indien, die in der vergangenen Woche abgeschlossen wurden. Dies sei ein Erfolg, den die Konservativen in ihren acht Jahren an der Macht nicht erreichen konnten.

2. In einem Austausch mit der Oppositionsführerin Kemi Badenoch hob Starmer hervor, dass das Indien-Abkommen bedeutende Vorteile bringe. Dazu gehören eine Senkung der Zölle auf Autos auf 10 Prozent, eine Halbierung der Zölle auf Whisky und Gin sowie ein erwarteter wirtschaftlicher Nutzen von 4,8 Milliarden GBP. Er stellte in Frage, was Badenoch mit dem Indien-Abkommen vorhabe, da sie es aufkündigen wolle.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Laut dem britischen Ministerium für Wirtschaft und Handel (DBT) wird das am 6. Mai vereinbarte FTA langfristig voraussichtlich zusätzliche 25,5 Milliarden GBP jährlich zum aktuellen bilateralen Handel von 41 Milliarden GBP beitragen. Zu den wichtigen Gewinnen für britische Unternehmen zählen die Senkung der Zölle auf schottischen Whisky von 150 Prozent auf 40 Prozent sowie die Regelungen für den Automobilsektor.

Marktzugang für Indien

Indien hat im Rahmen des Freihandelsabkommens zollfreien Zugang für alle Industriegüter erhalten. Dies umfasst Sektoren wie Leder, Schuhe, Textilien, Schmuck, Basismetalle, Möbel, Sportgeräte, Autoteile, Chemikalien sowie Holz- und Papierprodukte. Derzeit unterliegen diese Produkte britischen Zöllen von 4 % bis 16 %.

Ausgenommene Produkte

Einige empfindliche Agrarprodukte, darunter Milchprodukte, Äpfel, Käse, Hafer sowie tierische und pflanzliche Öle, sind von dem Abkommen ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass Indien keine Zollnachlässe auf diese Artikel für das Vereinigte Königreich gewähren wird. Ebenso sind verschiedene empfindliche Industriegüter wie Kunststoffe, Diamanten, Silber, Basisstationen, Smartphones, Fernsehkamera-Röhren, optische Fasern und verwandte Kabel von den Zollsenkungen ausgenommen.

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