Abbas fordert Freilassung von Geiseln

Wirtschaftsnews10 Monaten ago1544 min

Intensivierung der Angriffe auf Gaza

Palästinensischer Präsident Mahmud Abbas hat Hamas aufgefordert, alle Geiseln freizulassen. Er betont, dass deren anhaltende Gefangenschaft Israel „Ausreden“ liefert, um seine Angriffe auf den Gazastreifen zu verlängern. Diese Äußerungen wurden von der militanten Organisation als „beleidigend“ verurteilt.

Folgen der Angriffe

Die Aufforderung an Hamas erfolgt nach einem israelischen Luftangriff auf eine Schule, die als Schutzraum diente, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen. In einer Rede in Ramallah erklärte Abbas: „Hamas hat der kriminellen Besatzung Ausreden gegeben, um ihre Verbrechen im Gazastreifen zu begehen. Ich bin derjenige, der den Preis zahlt, unser Volk zahlt den Preis, nicht Israel. Mein Bruder, gib sie einfach her.“

Appell zur Freilassung von Edan Alexander

Abbas sprach auch über den amerikanischen Geiselnehmer Edan Alexander, der angeblich in der Gewalt von Hamas ist. Er äußerte: „Jeden Tag gibt es Tote. Warum? Weil sie (Hamas) sich weigern, den amerikanischen Geiselnehmer freizulassen. Ihr Hunde, gebt uns, was ihr habt, und bringt uns hier raus.“

Wiederaufnahme der Militäraktionen

Nach einer kurzen Waffenruhe, die es den Bewohnern von Gaza ermöglichte, in ihre Häuser zurückzukehren, setzte Israel am 18. März seine militärischen Operationen fort. Abbas hat die Angriffe von Hamas am 7. Oktober nicht ausdrücklich verurteilt, jedoch in der Vergangenheit kritisiert und betont, dass er gegen Angriffe auf Zivilisten ist.

Forderung nach Rückzug der israelischen Truppen

Abbas betont seine Vision für einen palästinensischen Staat und ruft zu einem Ende des Krieges in Gaza sowie zur Einheit der palästinensischen politischen Fraktionen unter dem Dach der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) auf. Er fordert den Rückzug der israelischen Streitkräfte aus Gaza. „Hamas muss die Kontrolle über den Gazastreifen aufgeben, alle Angelegenheiten der PLO und der legitimen palästinensischen Nationalbehörde übergeben und sich von Waffen zurückziehen. Sie sollten sich in eine politische Partei verwandeln, die nach den Gesetzen des palästinensischen Staates arbeitet und sich an die internationale Legitimität hält“, so Abbas.

Reaktion von Hamas

Bassem Naim, ein hochrangiger Hamas-Vertreter, stellte Abbas‘ „Kompetenz“ in Frage und sagte, dass „Abbas wiederholt und verdächtig die Schuld für die Verbrechen der Besatzung und deren anhaltende Aggression auf unser Volk schiebt.“ Laut dem Gesundheitsministerium im von Hamas geführten Gaza sind seit der Wiederaufnahme der israelischen Kampagne fast 1.928 Menschen ums Leben gekommen.

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