Humanitäre Hilfe in Gaza gestoppt

Wirtschaftsnews1 Jahr ago1673 min

Stopp der Hilfslieferungen

Am Sonntag hat Israel die Einfuhr aller humanitären Hilfsgüter in den Gazastreifen gestoppt. Diese Maßnahme soll Druck auf die Hamas ausüben, um einen neuen Vorschlag für einen Waffenstillstand zu akzeptieren.

Warnungen aus Tel Aviv

Tel Aviv hat zudem vor „weiteren Konsequenzen“ gewarnt, falls die Hamas dem neuen Vorschlag nicht zustimmt. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, dass Israel im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen nach der ersten Phase wieder mit Kämpfen beginnen könnte, wenn es der Meinung sei, dass die Verhandlungen nicht erfolgreich sind.

Hamas reagiert auf die Entscheidung

Die Hamas hat Israel beschuldigt, den bestehenden Waffenstillstandsvertrag zu untergraben. Sie bezeichnete die Entscheidung, die Hilfslieferungen einzustellen, als „billige Erpressung, Kriegsverbrechen und einen offensichtlichen Angriff“ auf den Waffenstillstand. Die Hamas betonte, dass jede Verzögerung oder Streichung des Waffenstillstands „humanitäre Konsequenzen“ für die Geiseln haben würde.

Waffenstillstand und Verhandlungen

Der Waffenstillstand wurde im Januar nach mehr als einem Jahr Verhandlungen erreicht. Die erste Phase des Waffenstillstands, die einen Anstieg der humanitären Hilfe umfasste, endete am Samstag. Die beiden Seiten haben noch nicht über die zweite Phase verhandelt, in der die Hamas Dutzende verbleibender Geiseln gegen einen Rückzug Israels und einen dauerhaften Waffenstillstand freigeben sollte.

Details zum neuen Vorschlag

Israel gab an, dass der neue Vorschlag, der von dem US-Mittler Steve Witkoff stammt, eine Verlängerung des Waffenstillstands während des Ramadan und des jüdischen Pessach-Festes vorsieht, das am 20. April endet. Laut Netanyahu müsste die Hamas am ersten Tag die Hälfte der Geiseln freilassen und den Rest, sobald eine Einigung über einen dauerhaften Waffenstillstand erzielt wird.

Erfüllung der Verpflichtungen

Bei einer Pressekonferenz erklärte der israelische Außenminister Gideon Saar, dass Israel alle Verpflichtungen unter Phase 1 bis zum letzten Tag erfüllt habe. Die Hamas hat erklärt, dass sie bereit sei, die Geiseln in Phase 2 auf einmal freizulassen, jedoch nur im Austausch für entsprechende Zugeständnisse.

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