Die Situation in der Ukraine
Im vergangenen Jahr äußerte Donald Trump, dass sowohl Russen als auch Ukrainer sterben und dass er innerhalb von 24 Stunden etwas dagegen unternehmen könne. Im Januar kehrt Trump ins Weiße Haus zurück. Die Frage bleibt, ob er den größten Krieg in Europa seit 1945 beenden kann. Die Herausforderungen sind jedoch erheblich.
Herausforderungen für Trump
Trump steht vor der Aufgabe, die russische Sturheit, die ukrainische Empörung und die Uneinigkeit in Europa zu überwinden. Konstantin Gryshchenko, ein ehemaliger ukrainischer Vizepremierminister, vergleicht die Situation mit Christoph Kolumbus, der über den Ozean blickt und denkt, er sei auf dem Weg nach Indien. Es gibt Bedenken, dass Trump möglicherweise einen schlechten Deal nur aus Gründen der Außendarstellung durchsetzen könnte.
Finanzielle Unterstützung für die Ukraine
Sollte Trump darauf aus sein, einen Deal – egal welcher Art – zu schließen, könnte er die Hilfe für die Ukraine reduzieren und darauf bestehen, dass sie Russlands Forderungen akzeptiert. Einige seiner Berater, darunter sein Sohn Donald junior, scheinen der Meinung zu sein, dass Trump die finanzielle Unterstützung für die Ukraine einstellen sollte. J.D. Vance, der designierte Vizepräsident, äußerte 2022, dass ihm das Schicksal der Ukraine egal sei und er gegen eine Fortsetzung der US-Finanzierung für den Krieg sei.
Putins Bedingungen
Falls die USA die Ukraine im Stich lassen, könnte Wladimir Putin, der Präsident Russlands, die Bedingungen weitgehend diktieren. Im Juni stellte er klar, dass die Ukraine ihre Truppen aus vier von Russland annektierten Provinzen – Donetsk, Luhansk, Kherson und Zaporizhia – abziehen sollte, obwohl ein Viertel dieser Gebiete noch von der Ukraine kontrolliert wird. Zudem müsste die Ukraine ihre NATO-Beitrittspläne aufgeben.
Russische Verhandlungsstrategie
Obwohl dies als bloßes Taktieren angesehen werden kann, berichteten russische Offizielle im November, dass sie in Betracht ziehen würden, die aktuellen Frontlinien einzufrieren und über eine mögliche territorialen Aufteilung zu verhandeln. Mit den zurückweichenden ukrainischen Truppen und der Unterstützung durch Nordkorea glaubt Putin, in einer starken Position zu sein. Trotz steigender wirtschaftlicher und sozialer Probleme in Russland scheint er nicht bereit zu sein, den Krieg zu beenden.

