Gemischte Reaktionen auf den Auftritt
Jennifer Lopez sorgte diese Woche für unterschiedliche Meinungen, als sie bei der Modenschau von Elie Saab in Saudi-Arabien auftrat. Viele lobten das Land für seine zunehmend fortschrittliche Haltung, während andere der Meinung waren, dass solche Kleidung nur für Touristen und temporäre Künstler akzeptabel sei.
Soziale Medien und Veränderungen
In den sozialen Medien erhielt Saudi-Arabien viel Lob für seine drastischen Veränderungen in den letzten Jahren. Ein Nutzer auf X bemerkte: „Vor einigen Jahren war es Frauen nicht erlaubt, überhaupt ihre Haut zu zeigen.“ Ein weiterer Nutzer äußerte: „Eine Frau, die sich so kleidet, wäre in Saudi-Arabien vor einigen Jahren unvorstellbar gewesen.“
Das Event und prominente Gäste
Die Broadway-ähnliche Veranstaltung beinhaltete auch Auftritte von Camila Cabello und Celine Dion. Zu den Anwesenden gehörten zahlreiche Schauspieler und einflussreiche Persönlichkeiten wie Halle Berry, Monica Bellucci, Poppy Delevingne, Rosie Huntington-Whiteley und Kelly Rutherford.
Fortschritte in der Bekleidungsfreiheit
In den letzten zehn Jahren hat Saudi-Arabien seine Bekleidungsrichtlinien für Frauen erheblich gelockert. Der obligatorische Burka wurde 2015 abgeschafft, und Kronprinz Mohammed bin Salman kündigte 2018 an, dass das Tragen einer Abaya in der Öffentlichkeit nicht mehr zwingend erforderlich sei. Zudem wurde die Macht der ‚religiösen Polizei‘ nach mehreren Vorfällen, bei denen Mitglieder Menschen belästigten, eingeschränkt.
Konservative Ansichten bleiben bestehen
Trotz dieser Fortschritte argumentieren viele Nutzer in sozialen Medien, dass Saudi-Arabien im Kern weiterhin konservativ sei und Frauen weiterhin Einschränkungen unterliegen. Ein Nutzer fragte: „Glauben Sie wirklich, dass normale saudische Frauen sich so kleiden könnten, ohne Konsequenzen zu befürchten?“ Ein anderer Nutzer kritisierte: „Saudi-Arabien gibt sich fortschrittlich gegenüber Ausländern, bestraft aber gleichzeitig saudische Bürger für ihr Verhalten. Es kann nicht zwei Gesetze geben – eines für Bürger und eines für Ausländer!“