Kanada blockiert australischen Sender

Wirtschaftsnews10 Monaten ago1683 min

Reaktion des indischen Außenministeriums

Stunden nachdem die kanadische Regierung einen australischen Sender blockierte, der eine Pressekonferenz zwischen dem indischen Außenminister S. Jaishankar und seiner australischen Kollegin Penny Wong übertrug, äußerte das indische Außenministerium scharfe Kritik. Der Sender „Australia Today“ wurde angeblich blockiert, weil er kritische Äußerungen von Jaishankar über Kanada sendete.

Äußerungen des Sprechers

Randhir Jaiswal, Sprecher des Außenministeriums, erklärte in einer Pressekonferenz, dass die sozialen Medien und Seiten dieses wichtigen Diaspora-Senders in Kanada nicht mehr verfügbar seien. „Dies geschah nur eine Stunde oder wenige Stunden, nachdem dieser Sender die Pressekonferenz von EAM Dr. S. Jaishankar mit Penny Wong übertragen hatte. Wir waren überrascht. Es erscheint uns merkwürdig. Dennoch möchte ich sagen, dass diese Aktionen erneut die Heuchelei Kanadas in Bezug auf die Meinungsfreiheit verdeutlichen,“ so Jaiswal.

Kritik an Kanada

Während der Pressekonferenz betonte Jaishankar, dass in Kanada politischen Kräften, die gegen Indien gerichtet sind, Raum gegeben werde. Jaiswal berichtete, dass Jaishankar drei Hauptpunkte ansprach: Erstens, dass Kanada ohne spezifische Beweise Anschuldigungen erhebt. Zweitens, dass indische Diplomaten in Kanada überwacht werden, was als inakzeptabel bezeichnet wurde. Drittens, dass Kanada anti-indischen Elementen politischen Raum gewährt.

Vorfall in Brampton

Jaishankar kritisierte Kanada zudem wegen eines Angriffs auf einen Hindu-Tempel in Brampton. Er wies auch auf die Behauptung Indiens hin, dass Kanada illegal indische Diplomaten unter Überwachung gestellt habe. „Lassen Sie mich drei Kommentare abgeben: Erstens hat Kanada ein Muster entwickelt, Anschuldigungen ohne spezifische Beweise zu erheben. Zweitens ist die Überwachung unserer Diplomaten in Kanada inakzeptabel. Drittens sollten Sie sich das Video zu dem Vorfall ansehen, das zeigt, welchen politischen Kräften dort Raum gegeben wird,“ fügte der Außenminister hinzu.

Hintergrund der Spannungen

Nach dem Mord an dem Khalistan-Separtist Hardeep Singh Nijjar hatten die kanadischen Behörden behauptet, dass hochrangige indische Diplomaten „Personen von Interesse“ seien. Diese Entwicklungen haben die bilateralen Beziehungen zwischen Indien und Kanada weiter belastet.

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