COP-Debakel in Cali

Wirtschaftsnews10 Monaten ago853 min

Positive Ansätze für indigene Völker

Am 3. November 2024 fand in Cali eine Konferenz statt, die einige positive Entwicklungen verzeichnete. Ein neu gegründetes Gremium soll indigene Völker einbeziehen und ihnen ein Mitspracherecht bei zukünftigen COP-Veranstaltungen ermöglichen. Dies könnte einen wichtigen Schritt in Richtung einer inklusiveren Umweltpolitik darstellen.

Versäumnisse der Regierungen

Trotz dieser Fortschritte blieben viele Regierungen hinter den Erwartungen zurück. Die wesentlichen Aufgaben wie die Umsetzung konkreter Maßnahmen und die Sicherstellung der notwendigen Finanzierung wurden von den meisten Staaten nicht angegangen. Von 196 Mitgliedsstaaten der Biodiversitätskonvention reichten lediglich 44 konkrete Pläne zum Schutz von Land- und Ozeanflächen ein, die bis zum Gipfel gefordert waren.

Finanzierung für den Biodiversitätsfonds

Ein weiteres zentrales Thema war die Finanzierung des Biodiversitätsfonds, der ärmeren Ländern helfen soll, Naturschutzmaßnahmen zu finanzieren. Die Industrieländer konnten keine ausreichenden Zusagen machen. Für das Jahr 2025 wurden 20 Milliarden Dollar gefordert, mit einer geplanten Erhöhung auf 30 Milliarden bis 2030. Das Fehlen dieser Zusagen hat das Vertrauen zwischen den Ländern des globalen Südens und Nordens erheblich beeinträchtigt.

Verantwortung der reichen Staaten

Die Verantwortung für den Rückgang der Biodiversität liegt überwiegend bei den wohlhabenden Nationen, die in der Vergangenheit erheblich zur Dezimierung der Biodiversität in ihren eigenen Ländern beigetragen haben. Zudem profitieren sie häufig von umweltschädlichen Praktiken in den ärmeren Ländern. Die Entwicklungen in Cali werfen somit einen Schatten auf die zukünftige Zusammenarbeit in Fragen des globalen Naturschutzes.

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