Schaden an Militärstandorten
Berichten zufolge wurden zwei geheime Militärbasen im Iran bei einem Angriff aus Israel beschädigt. Die Nachrichtenagentur Associated Press beruft sich dabei auf Satellitenbilder von Planet Labs. Insbesondere sind einige der beschädigten Gebäude auf der Militärbasis Parchin zu sehen, wo die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) in der Vergangenheit vermutete, dass Iran Atomwaffentests durchgeführt hat.
Khojir Militärbasis betroffen
Zusätzlich wurde auch an der nahegelegenen Militärbasis Khojir, die Analysten als Standort für ein unterirdisches Tunnelsystem und Produktionsstätten für Raketen ansehen, Schaden festgestellt. Auf Satellitenbildern sind mindestens zwei beschädigte Strukturen in Khojir, etwa 20 Kilometer von Teheran entfernt, zu erkennen.
Iranische Reaktion
Iran hat bislang keinen Schaden an den Militärbasen Khojir oder Parchin anerkannt, jedoch wurde berichtet, dass vier iranische Soldaten, die im Luftverteidigungssystem tätig waren, bei dem Angriff ums Leben kamen. Die genaue Anzahl der angegriffenen Standorte bleibt unklar.
Betroffene Regionen
Die iranischen Behörden haben die betroffenen Gebiete in den Provinzen Ilam, Khuzestan und Teheran identifiziert. Satellitenbilder zeigen verbrannte Felder rund um die Erdgasproduktionsstätte Tange Bijar in der Provinz Ilam, wobei unklar bleibt, ob dies mit dem Angriff in Verbindung steht.
Stellungnahmen der Führer
Am Sonntag äußerte sich Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei und betonte, dass der Angriff nicht überbewertet oder heruntergespielt werden sollte. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, dass die Angriffe Iran „schwer geschädigt“ hätten und alle Ziele erreicht wurden.
Militärische Zielsetzung
In einer Erklärung nach dem Angriff teilte das israelische Militär mit, dass „Raketenfabriken angegriffen wurden, die zur Produktion der Raketen genutzt werden, die Iran im vergangenen Jahr auf den Staat Israel abgefeuert hat.“ Experten betonen, dass die Zerstörung solcher Standorte die Fähigkeit Irans erheblich beeinträchtigen könnte, neue ballistische Raketen herzustellen.
IAEA und Sicherheitslage
Rafael Mariano Grossi, der die IAEA leitet, erklärte in einem Beitrag auf X, dass die iranischen Nuklearanlagen nicht betroffen seien. „Die Inspektoren sind sicher und setzen ihre wichtige Arbeit fort“, fügte er hinzu und forderte zur Vorsicht und Zurückhaltung auf, um die Sicherheit der nuklearen und anderen radioaktiven Einrichtungen nicht zu gefährden.