Gesprächspartner und Thema
In der kommenden Ausgabe der Sendung „phoenix persönlich“ wird Bodo Ramelow, der geschäftsführende Ministerpräsident von Thüringen und Mitglied der Partei DIE LINKE, zu Gast sein. Inga Kühn wird mit ihm über verschiedene aktuelle Themen sprechen, darunter die Herausforderungen seiner Partei, das Bündnis um Sahra Wagenknecht sowie die Thematik Migration.
Strukturelle Veränderungen in der Partei
Bodo Ramelow äußert sich zur gegenwärtigen Situation seiner Partei und betont die Notwendigkeit, sich intern neu zu organisieren. Er erklärt, dass die Partei aufhören müsse, sich mit internen Konflikten zu beschäftigen. Ramelow hebt hervor, dass unterschiedliche Meinungen innerhalb der Partei akzeptiert werden sollten und dass es wichtig ist, Entscheidungsprozesse zu etablieren, um zwischen Mehrheits- und Minderheitsmeinungen zu unterscheiden.
Meinungsvielfalt und persönliche Positionen
Ramelow spricht auch über seine persönlichen Ansichten, die nicht immer mit der Mehrheitsmeinung seiner Partei übereinstimmen. Besonders in Bezug auf die Waffenlieferungen in die Ukraine hat er seine Position klar dokumentiert, ohne jedoch für diese Praxis zu werben. Er betont, dass er Waffenlieferungen aus Deutschland grundsätzlich ablehne.
Beliebtheit und politische Entwicklungen
Zu seinen Popularitätswerten in Thüringen äußert Ramelow, dass die Entscheidung zur Gründung eines eigenen Bündnisses, um im Amt zu bleiben, nicht in seinem Sinne war. Die Entwicklungen rund um das Bündnis Sahra Wagenknecht hätten ihn überrascht, insbesondere da er nicht damit gerechnet hatte, dass dieses Bündnis in Thüringen so erfolgreich sein würde.
Zukunft der politischen Landschaft in Thüringen
Ramelow geht davon aus, dass das Bündnis um Sahra Wagenknecht Teil der zukünftigen Regierung in Thüringen sein wird und eine sogenannte Brombeer-Koalition entstehen könnte. Er kritisiert jedoch, dass das Bündnis Forderungen erhebt, die nicht in die Zuständigkeit des Landes fallen, und dass Wagenknecht regelmäßig kommentiert, was ihre Landesverbände tun sollten.
Migration und Zuwanderung
Abschließend thematisiert Ramelow die Notwendigkeit einer geordneten Zuwanderung nach Deutschland. Er betont, dass es wichtig sei, klare Rahmenbedingungen für die Zuwanderung zu schaffen, um den Herausforderungen in diesem Bereich gerecht zu werden.